Aluminium: Gesundheit und Umwelt

Aluminium ist ein Bestandteil von Tonmineralien und zählt zu den häufigsten Metallen der Erdkruste. Bei Abbau und Verarbeitung leidet die Umwelt, bei der Anwendung in manchen Fällen die Gesundheit.

Aluminiumfolie und Deo
© h.brugger "die umweltberatung"

Aluminium wird sehr häufig eingesetzt: in Getränkedosen, Alufolie, Camping-Kochgeschirr und Baumaterial. Aber auch in Kosmetika, Impfstoffen, Zusatzstoffen von Nahrungsmitteln und Medikamenten kann es enthalten sein.

Ökologische und soziale Probleme bei der Produktion

Das Mineral wird in einem energieaufwändigen elektrolytischen Verfahren aus dem Aluminiumerz Bauxit gewonnen. Der Energie- und Chemikalieneinsatz ist enorm und der anfallende Rotschlamm erzeugt viele Umweltprobleme. Die ungebremste Nachfrage am Weltmarkt führt dazu, dass rohstoffreiche Gebiete wie die Urwaldgebiete im Amazonas ausgebeutet werden. Der Abbau erfolgt meist unter fragwürdigen sozialen Bedingungen.

Film-Tipp "DIE AKTE ALUMINIUM"

Der Dokumentarfilm von Bert Ehgartner ist über die Website von AKTE ALUMINIUM für Vorführungen zu mieten: dieaktealuminium.com. Das Buch von Bert Ehgartner "Dirty Little Secret" ist im Ennsthaler Verlag erschienen.

3 Tipps für die Ressourcenschonung

  • Setzen Sie auf Mehrweg-Verpackungen und lassen Sie die Aludosen im Supermarktregal stehen.
  • Entscheiden Sie sich für wiederverwendbare Kerzenbecher aus Glas statt Teelichter mit einer Einweg-Aluhülle.
  • Bringen Sie Aluminiumabfall zur Altmetallsammelstelle! Das Recyclieren des Stoffes verbraucht im Vergleich zur Erzeugung weniger Energie.

3 Tipps für die Gesundheit

  • Stark saure oder salzhältige Lebensmittel  lösen das Aluminium aus Alufolien oder aus  unbeschichtetem Alu-Geschirr, wie Camping-Geschirr heraus. Am besten bewahren Sie Lebensmittel, wie Obstkuchen, in verschließbaren Gefäßen aus Glas, Keramik, oder Kunststoffe wie Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) auf.
  • Wenn Sie ein Deo kaufen wollen, wählen Sie ein Produkt ohne Aluminium-Verbindungen. Sie erkennen diese Chemikalien an dem Wort Aluminiumchlor(o)hydrate in der Liste der Inhaltsstoffe auf der Verpackung. Eine Liste mit Deos ohne Aluminiumsalze finden Sie auf der Website der Zeitschrift Lebensart.
  • Oder entscheiden Sie sich für Naturkosmetika, die zum Beispiel mit dem NaTrue-Label, dem BDIH Siegel oder dem Austria Bio Garantie Siegel ausgezeichnet sind. Sie enthalten keine "Aluminium Chlorohydrate".

Gesundheitliche Auswirkungen

Aluminium kann in den Körper aufgenommen werden. Da sich Aluminiumteilchen in den Nervenzellen einlagern, kann es zu Nervenstörungen kommen. Einer sehr hohen Belastung sind zum Beispiel Aluminium-Schweisser ausgesetzt, sie atmen den Aluminiumstaub ein. Aber auch bei Frauen mit Brustkrebs, wurden erhöhte Aluminiumwerte im Körper und zwar in der Nähe der Brust, Brustdrüsen und Achselhöhlen gefunden. Zwar geben Institute, wie die Agentur für Ernährungssicherheit AGES, leichte Entwarnung. Trotzdem rät die AGES im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutz von aluminiumhältigen Deos ab. 

Weitere Informationen

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Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne persönlich:
"die umweltberatung" Wien, Tel. 01 803 32 32, service@umweltberatung.at.

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