Apfelwickler

Schädling, die Äpfel sind „madig“ - das Kernhaus ist zerfressen und mit Kot gefüllt. Ein Teil der unreifen Früchte fällt im Sommer vom Baum.

Apfelwicklerraupen
©Strobelberger GARTENleben

Schadbild

Im Sommer fällt ein Teil der unreifen Früchte vom Baum.
Das Kernhaus der erntereifen Äpfel ist zerfressen und mit Kot gefüllt.
Die Raupen sind zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Frucht.

Lebensweise

Der Apfelwickler ist ein etwa 1 Zentimeter kleiner Schmetterling.
Der Falter fliegt von Ende Mai bis Anfang August.
Das Weibchen legt ihre Eier an Blätter in die Nähe der jungen Früchte.
Die Raupe bohrt sich in das Fruchtfleisch und frisst dort etwa 4 Wochen bis sie
ausgewachsen ist.
Anschließend verlässt sie ihren Futterplatz und spinnt sich zum Überwintern an der Rinde der Obstbäume ein. Die Raupe verpuppt sich im Frühjahr.

Vorbeugende Maßnahmen

Nützlinge wie Ohrwürmer, Laufkäfer, Raubwanzen, Fledermäuse und Vögel, insbesondere Blaumeisen und Spechte fördern
Im Spätherbst die Stämme von jüngeren Bäumen abbürsten und mit einem Stammanstrich bestreichen. An den sauberen Stämmen finden die Raupen keinen Unterschlupf.
Kontrollieren Sie im Februar die Baumstämme auf einen Befall durch den Apfelwickler.

Direkte Maßnahmen

Wellpappe-Fanggürtel:
Ende Juni 10 cm breite Ringe aus Wellkarton 30 bis 50 cm über den Boden fest um den Baumstamm binden. Sobald sich die Raupen in den Fangstreifen verkrochen haben, diese immer wieder entfernen. Fangstreifen bis Ende August wöchentlich auf Larven/Puppen untersuchen. Ende Oktober Fangstreifen entfernen.
Vor der Fruchtreife abfallende Früchte sofort auflesen und in einen Kübel Wasser geben, um die Raupen abzutöten – danach kompostieren.

Für den Hausgartenbereich hat sich der Einsatz von Wellpappe-Fanggürteln ab Mitte/Ende Juni als sehr einfache und umweltschonende, aber effiziente Maßnahme bewährt.

Pheromonfallen und biotechnische Maßnahmen:
Die im Handel für den Hausgartenbereich angebotenen Pheromonfallen dienen in erster Linie dazu, den Flug des Apfelwicklers im eigenen Garten selbst bestimmen zu können. Die männlichen Falter werden hierbei von einem Duftstoff angelockt und bleiben in der Falle auf einem Leimboden kleben. Leider ist nur mit dem Aushängen der Pheromonfallen keine zufriedenstellende Bekämpfung möglich.
Die Fallen werden ausschließlich zu Prognosezwecken aufgehängt. Im Erwerbsobstbau kann auf diese Weise festgestellt werden, wann der Flug bzw. die Eiablage beginnt. Einige Tage später ist dann mit den ersten Larven zu rechnen. Nach der Bestimmung des Flugzeitpunktes können zur eigentlichen Bekämpfung biotechnische Maßnahmen wie der Einsatz von Granuloseviren oder Schlupfwespen angewendet werden.

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