Auf´s Etikett geschaut!

Welche Materialien werden bei unserer Kleidung verwendet und wie sieht es mit der Kennzeichnung von Textilien aus?

Stoffballen
© waldland

Viele Jahrtausende lang stellten Menschen ihre Textilien zum Kleiden und Wohnen selbst her. Es entstanden ganz einfache und robuste Stoffe, wie Leinen aus Flachs oder Strickwaren aus der Wolle des Schafes. Heute werden fast alle Textilien industriell aus verschiedenen Fasern und Fasermischungen hergestellt. Als Faserquelle dienen Pflanzen, Tierhaare oder petrochemische Grundstoffe. Die gebräuchlichsten Materialien sind Baumwolle, Schurwolle, Seide sowie Zellulosefasern (für Viskose, Modal, Lyocell) und Chemiefasern wie Polyester und Polyamid.  

Die Ökobilanz
Ökobilanzen untersuchen die möglichen Umweltauswirkungen, die während des gesamten Lebensweges eines Produktes entstehen können.  Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzung und der Entsorgung des Produktes, sowie die damit verbundenen vor- und nach geschalteten Prozesse. Zu den Umweltwirkungen werden auch sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt sowie die Emissionen in die Umwelt gezählt. Diese Stoffkreisläufe sind wegen der unterschiedlichen Quellen, Verarbeitungsschritte und Nutzungen gerade für Textilien extrem schwer zu erheben. Christian Mokricky von ''die umweltberatung'' rät: „Textilien in Bio-Qualität und aus fairer Produktion sind anderen vorzuziehen. Getragene Kleidung in den Second Hand Markt, entlastet zusätzlich die Abfallentsorgung.”

Gute Nachrichten vom Handel
Die NÖ Arbeiterkammer überprüfte die Textilkennzeichnung der großen Textilketten in Niederösterreich und Wien. Unter die Lupe genommen wurden Hosen, Röcke und Sportbekleidung inklusive Funktionswäsche. Die Textilkennzeichnung umfasst die Bezeichnung der Rohstoffe (z.B. Baumwolle), die Angabe der Nettogewichtsanteile in Prozent und muss in Deutsch ohne Abkürzungen deutlich lesbar und sichtbar sein. „Das Ergebnis unserer Überprüfung ist äußerst positiv. Von allen ausgewerteten Stichproben musste keine einzige beanstandet werden.“ Berichtet AKNÖ-Konsumentenschützer Manfred Neubauer. Die Erhebung zeigt aber auch einen bedenklichen Trend gibt Neubauer zu bedenken: „In den Top-Ten der Herstellerländer finden sich mit Ausnahme von Frankreich ausnahmslos Billig- bzw. sogar Billigstlohnländer.“

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Schickes Outfit! Neu? Ja, aber ökologisch!

Nachschlagewerk über die gesamte textile Kette mit Tipps für umweltfreundliche Textilien

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