Bärlauch - Knoblauch des Waldes

Bärlauch erfüllt im Frühling Wälder und Auen mit seinem typischen Knoblauchgeruch. Er ist ein sehr vielseitiges Gemüse, das der Verdauung gut tut.

Bärlauchblätter
© m.knieli "die umweltberatung"

Bärlauch, oder auch Waldknoblauch genannt, kommt wild in ganz Europa und Nordasien vor. Diese Waldpflanze zählt zu den ältesten verwendeten Wildkräutern überhaupt.

Bärlauch wächst vor allem in Auen, an Bächen und in schattigen Schluchten. Durch Aussaat der Samen im Herbst lässt er sich leicht im Garten ansiedeln. Er benötigt lockere, humusreiche Erde.

Verwendung:

Bärlauch ist eine der vielseitigsten Wildgemüsesorten. Er ist ein köstlicher Spinatersatz, kann zu Salaten, in Aufstrichen, als Suppe und als Gemüsebeilage zubereitet werden. Darüber hinaus schmeckt er vorzüglich im Strudel, in Saucen und als Fülle für diverse Gerichte. Die aromatischen Blätter lassen sich sogar zu Schnaps verarbeiten, der die Verdauung unterstützt.
Auch die Zwiebeln finden in der Küche Verwendung. Allerdings sollten Sie beim Sammeln Ihrer Sache absolut sicher sein. Denn dort, wo Bärlauch wächst, gibt es auch Zwiebeln, die Ihrer Gesundheit ganz und gar nicht zuträglich wären!
 

Aussehen

Die Pflanzen bestehen aus einem länglichen Zwiebel, aus dem meist zwei (selten eines oder drei) Blätter wachsen. Die Blätter haben einen 5 bis 20 Zentimeter langen Stiel, der sich zu einer länglich-lanzett-förmigen Blattspreite verbreitert. Die Blätter werden insgesamt 20 bis 45 Zentimeter lang. Später bildet der Bärlauch eine kugelige Anordnung sternförmiger Blüten mit je 6 Blütenblättern. Wenn im Bärlauchbestand Blüten auftauchen, sollten die Blätter nicht mehr verwendet werden. Einerseits verlieren sie mit der Blüte an Geschmack, andererseits blüht der Bärlauch zu der Zeit, in der die Maiglöckchenblätter sprießen, daher steigt die Verwechslungsgefahr.

Verwechslungsgefahr

Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen des sehr giftigen Maiglöckchens. Die Blätter des Bärlauchs gibt es jedoch früher im Jahr und ihre Blattunterseite ist matt mit einer deutlich erkennbaren Mittelrippe.

Bärlauch: März bis April, Blätter sind heller, zarter und riechen nach Knoblauch.
Maiglöckchen: Mai, Blätter sind deutlich dunkler, fester und riechen nicht nach Knoblauch.

Wenn die Maiglöckchenblätter etwa die Größe von Bärlauchblättern erreicht haben, ist der Bärlauch in den meisten Jahren bereits verblüht und seine Blätter vertrocknen langsam.
ACHTUNG: In Jahren, in denen der Winter sehr lang dauert, können Bärlauch- und Maiglöckchenblätter sehr knapp aufeinander folgen und sich im Extremfall sogar überschneiden.

Möglich ist auch eine Verwechslung mit den Blättern der Herbstzeitlose, die allerdings eher auf Wiesen als in Wäldern vorkommt. Auch die Blätter des gefleckten Aaronstabes weisen eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Bärlauch auf und stehen an ähnlichen Standorten. Herbstzeitlose und Aaronstab sind hochgiftig. Verwenden Sie daher nur die Bärlauchblätter, bei denen Sie hundert-prozentig sicher sind!

Erntezeit

März bis Mitte April

Vorkommen

Bärlauch wächst in humusreichen Au- und Laubwäldern oft in sehr großen Mengen. Typisches Bild im Frühling: Ein noch laubfreier Wald mit flächendeckend grünem Boden aus Bärlauchblättern.
 

Weitere Informationen

Unsere Produkte und Downloads

Wilde Sachen zum Selbermachen

Rezepte & Gartentipps für Kräuter & Wildfrüchte

Cover
© "die umweltberatung"
  • Broschüre
  • gratis zzgl. Versandkosten
  • HerausgeberIn "die umweltberatung" Österreich

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne persönlich

"die umweltberatung" Wien

Telefon 01 803 32 32
E-Mail service@umweltberatung.at
Website www.umweltberatung.at