Bier - bio eine klare Sache

Was unterscheidet Bio-Bier vom konventionellen?

Bierkrug
© m.knieli "die umweltberatung"

Seit 1516 gilt das Reinheitsgebot in Deutschland, in Österreich ist die Bierherstellung im Lebensmittelcodex B13 geregelt. Bier ist eine klare Sache, deshalb müssen die Zutaten nicht angeführt werden, außer sie weichen vom Grundrezept ab: Wasser, Gersten- oder Weizenmalz, Hopfen und seit dem 19. Jahrhundert auch Brauhefe. Das mittelalterliche Reinheitsgebot sollte verhindern, dass die Brauereien minderwertiges Malz aus Rosskastanien einsetzen oder den Rauscheffekt durch Zugabe von Bilsenkraut steigerten.

Bio-Brauer geben alles für das Reinheitsgebot

Sie verzichten natürlich bei den landwirtschaftlichen Bio-Zutaten auf giftige Pestizide und Kunstdünger und auch auf gentechnisch veränderte Zusatz- und Hilfsstoffe. Bei Bio-Bier ist die Gentechnik auf allen Produktionsstufen ausgeschlossen. Kontrolliert wird eine Bio-Brauerei von einer staatlich anerkannten Kontrollstelle, die auch auf dem Etikett aufscheinen muss.
Im Konventionellen ist das anders: chemische Pflanzen- und Lagerschutzmittel und synthetische Dünger sind Alltag. Vor allem konventioneller Hopfen ist pestizidintensiv; der Glucosesirup, auf dem die Hefen wachsen und aus dem man Zuckercouleur macht, kann mit genmanipulierten Enzymen aus genmanipuliertem Mais gewonnen werden; ebenso kann Ascorbinsäure – als Antioxidans – von gentechnisch veränderten Mikroorganismen stammen, ohne dass diese deklariert werden müssen.


Eine Kiste Bio-Bier = 7 m² Acker ohne Agrarchemie

In der EU-Bio-Verordnung ist zwar das Brauverfahren nicht geregelt. Der Anbau der Bio-Zutaten und die Liste der erlaubten Hilfsstoffe für Bio-Verarbeitung natürlich schon. Bei Demeter-Bier, wie es das Brauhaus Gusswerk in Salzburg herstellt, ist jedoch auch das Brauverfahren bis ins Detail reglementiert. Filtrieren ist auch bei Bio-Bier erlaubt, doch die meisten Bio-Biere sind nur wenig, manche gar nicht filtriert. Naturtrüb schmeckt Gerstensaft einfach am besten. Unfiltriert ist die Haltbarkeit geringer, sie liegt bei vier bis sechs Monaten, doch bis dahin ist Bio-Bier längst getrunken.

Bio-Bier: viele Vitamine, wenig Kalorien

Ein Liter Bier hat 430 Kilokalorien, Rotwein hingegen 740. Bier ist reich an B-Vitaminen und enthält viele Antioxidantien. Die Bitterstoffe des Hopfens sorgen für guten Schaum und Haltbarkeit. Ihre beruhigende Wirkung macht das Bier zum idealen Schlummertrunk der zum Abschluss auf keinem Fest fehlen darf.

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