Biogas: Zukunft der Energieerzeugung

Zur CO2-neutralen Energieerzeugung wird Biogas verwendet. Was ist Biogas und wie nutzt man es?
Temperaturanzeige einer Biogasanlage
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Biogas entsteht bei der Vergärung biomassehaltiger Reststoffe. Dazu gehören Klärschlamm, Bioabfall, Speisereste, Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist) und auch bestimmte Energiepflanzen (nachwachsende Rohstoffe).

Der wichtigste Anteil, der energetisch genutzt wird, ist Methan. Biogas enthält auch je nach Ausgangsbedingungen geringe Mengen an Wasserdampf, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Wasserstoff, N2 (Luftstickstoff, bei biologischer Entschwefelung) und Spuren von niederen Fettsäuren und Alkoholen.

Derzeit wird Biogas zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Das Gasgemisch wird getrocknet (der Wasseranteil im Biogas reduziert), entschwefelt und dann einem Verbrennungsmotor zugeführt, der einen Generator antreibt. Der daraus gewonnene Strom kann ins Netz eingespeist werden. Zusätzlich enthaltene Wärme wird zurückgewonnen. 

Vorteile der Nutzung von Biogas
Die Vorteile sind dezentrale Energieversorgung, Nutzung nachwachsender Rohstoffe, bedarfsorientierte Leistung und eine verbesserte Düngerqualität. Andererseits sind Biogasanlagen in der Errichtung recht kostenintensiv und erfordern hohe Investitionen. Da Methan einen 23-mal höheren gewichtsbezogenen Treibhauseffekt wie Kohlendioxid hat, müssen die Anlagen besonders gasdicht sein. Für die Ausbringung der Gülle müssen genügend Flächen, bzw. im Winter ausreichende Lagerstätten vorhanden sein. Ein möglicher Problemfaktor ist der großflächige Anbau von Energiepflanzen für die Biomasseproduktion.

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Informationen über Biomassekraftwerk in Wien

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