Bodenversiegelung und Flächenverbrauch

Immer mehr Böden verschwinden unter Straßen und Bauwerken. Die Probleme dieses Flächenverbrauchs und der Versiegelung des Bodens werden immer deutlicher.

Guter Boden wird oft mit Parkplätze versiegelt
© g.pomper "die umweltberatung"

Bauwerke der Menschen, die den Boden undurchlässig bedecken, führen zur Bodenversiegelung. Das bedeutet, dass der Boden keinen Niederschlag mehr aufnehmen kann und viele der dort normalerweise ablaufenden Prozesse gestoppt werden. Lebensraum für Bodenlebewesen und Pflanzen geht verloren. Das Fehlen von Versickerungsfläche erhöht die Hochwassergefahr. Die Grundwasserbelastung und Stoffkonzentration steigt, da bei punktueller Versickerung des Niederschlages weniger Schadstoffe im Boden gefiltert werden. Der natürliche Wasserkreislauf ist gestört.

"Unterirdische Versiegelungen" wie Tunnelbauten oder besonders tiefe Keller beeinflussen das Strömungsverhalten des Grundwassers besonders in Hanglagen.

In Österreich gab es 2016 einen Flächenverbrauch von etwa 20 Fußballfeldern pro Tag!

Vor allem in den Innenstädten hat nur noch ein geringer Anteil des Erdbodens direkten Kontakt zur Luft. Die Zersiedelung "treibt" die Bodenversiegelung immer weiter in noch unbebaute Bereiche hinein. Ein Hauptgrund für die wachsende Bodenversiegelung ist der Ausbau von Gewerbegebieten und Verkehrsanlagen wie Straßen und Flughäfen.

Die Flächenversiegelung stellt in dicht besiedelten Gebieten der industrialisierten Länder eines der drängendsten ökologischen Grundprobleme dar. In Bezug auf den Klimaschutz kann verbauter Boden auch nicht mehr als Kohlendioxid-Speicher dienen. Mit einer bodenschonenden Raum- und Verkehrsplanung gestalten wir heute das Klima von morgen. Daher sollten Acker- und Grünland, aber auch Innenhöfe oder Gärten möglichst wenig versiegelt werden. 

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