Das große Krabbeln - Ameisen im Haus

Im Sommer haben die Ameisen Hochsaison. Sie säubern unsere Parks und Gärten, pflegen Blattläuse und marschieren auf Futtersuche in unsere Häuser und Wohnungen ein. Hände weg von Insektiziden! Einfache Hausmittel haben sich bewährt.

Ameisen
© r.gottwald-hofer "die umweltberatung"

In Drogerien und Baumärkten gibt es verschiedenste chemische Mittel gegen Ameisen zu kaufen, die meist giftige Wirkstoffe enthalten. Viele dieser Gifte können auch beim Menschen oder bei Haustieren zu Gesundheitsbelastungen führen - sie sind auf jeden Fall gefährlicher als Ameisen selbst! "die umweltberatung" empfiehlt statt der chemischen Keule eine Reihe von umwelt- und gesundheitsschonenden Maßnahmen.

Vorbeugen

Damit die Ameisen nicht die Innenräume erobern, gibt es einige einfache Methoden zur Vorbeugung:

  • Ritzen und Löcher, durch die Insekten ins Haus kommen können, mit Kitt oder Gips verschließen, undichte Fenster und Türen reparieren
  • Lebensmittel gut verschlossen aufbewahren
  • Nahrungsmittel und -reste wegräumen, schmutziges Geschirr ebenfalls
  • Mistkübel häufig entleeren
  • Auch einzelne Ameisen aus der Wohnung entfernen, sie können Kundschafter sein, denen andere nachfolgen

Dicht machen und natürliche Düfte einsetzen

Wenn sich die Tiere allerdings schon in der Wohnung befinden, dann heißt es Ruhe bewahren. Sie können zwar Nahrungsmittel verderben, verursachen aber kaum Schäden und können auch keine Krankheiten übertragen. Zunächst ist es wichtig, herauszufinden, wo sie herkommen, und wo sich das Nest befindet. Ameisen legen ihre Nester in Wandritzen, unter Fußbodenbelägen und hinter Einbauschränken an. Oft befindet sich das Nest auch außerhalb des Hauses, an sonnigen Stellen, unter Steinen und Wegplatten und die Ameisen kommen nur in der warmen Jahreszeit zur Futtersuche ins Haus.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie wieder zu vertreiben:

  • Alle Maßnahmen, die bei Vorbeugung genannt sind
  • Nesteingänge mit Klebeband verschließen
  • Ameisenstraße mit Essigwasser oder mildem Allzweckreiniger wegwaschen
  • Ameisen mehrmals hintereinander zusammenkehren und ins Freie befördern, oder aufsaugen (Staubbeutel entleeren!)
  • Starke Gerüche stören sie: ätherische Öle (Lavendel, Zitrone, Minze,...), Zitronensaft, Gewürzkräuter wie Majoran, Thymian oder Minze (zwischen den Fingern zerreiben), oder gemahlene Gewürze (Zimt, Nelken, Chili, Kaffee,...) auf die Straßen und vor den Bau streuen
  • Beim Eingang ins Haus stark riechende Pflanzen (Paradeiser, Basilikum, Thymian, Lavendel,...) einsetzen/aufstellen
  • Nester, die im Freien nahe beim Haus sind, umsiedeln: Tonblumentopf mit Holzwolle füllen, mit der Öffnung nach unten über den Bau stülpen - nach einiger Zeit ist der ganze Staat in den Topf umgesiedelt und kann weggetragen werden.

Bekämpfen

Wenn die Ameisen sehr lästig und hartnäckig sind, gibt es als letzten Ausweg folgende ökologische Methoden zur Bekämpfung:

  • Gläser mit Honigresten oder Marmelade als Lockfallen aufstellen und wegtragen
  • Mit Honig beträufelten Karton als Klebefalle auflegen
  • Backpulver mit Staubzucker 1:1 mischen und vor die Ausgänge streuen - die Ameisen fressen das Pulver und zerplatzen
  • Diatomeenerde (auch "Kieselgur") auf die Ameisenwege streuen. Die Ameisen verletzen sich an den scharfkantigen Teilchen der Kieselalgen und trocknen aus. Produkte mit Diatomeenerde gibt's in Drogerien und Baumärkten zu kaufen.

Auch wenn diese Methoden brutal klingen, erwischt es dabei im Vergleich zu herkömmlichen Insektiziden meist viel weniger Tiere. Denn die Insektizide können von den Ameisen in ihren Bau getragen und an die Jungtiere weitergegeben werden, wodurch das ganze Volk getötet wird.

Wichtig: Die Bekämpfungsmethoden sollten immer von Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Vertreibung begleitet werden, um einen erneuten Befall zu verhindern.

Alle hier beschriebenen Methoden sind ungiftige Möglichkeiten, um Ameisen abzuschrecken oder wieder loszuwerden. Nicht jede Methode wirkt bei jedem Ameisenstaat gleich gut, keine wirkt "sofort". Man muss verschiedene Methoden ausprobieren, kombinieren und Geduld bewahren.

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