Deklaration allergener Inhaltsstoffe

Seit 2005 müssen bei Kosmetika 26 allergiauslösende Duftstoffe auf der Verpackung deklariert werden.

verschiedene Rinse Off Produkte
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Die Deklarationspflicht gilt ab einem Gehalt von 0,001% bei Produkten, die auf der Haut verbleiben ("Leave On"-Produkte) und ab 0,01% für jene, die nicht auf der Haut verbleiben ("Rinse Off"-Produkte).

Duftstoffallergien im Vormarsch
Die Zahl der AllergikerInnen nimmt in den Industrieländern seit ein paar Jahrzehnten rasant zu. Mittlerweile leidet jedeR Vierte in Österreich an einer Allergie. Den größten Anteil machen die PollenallergikerInnen aus, gefolgt von Personen mit Staubmilbenallergien und Tierhaarallergien. Bereits zwei bis vier Prozent der ÖsterreicherInnen reagieren auf Duftstoffe mit Juckreiz und Hautausschlägen. Bei Männern ist die Duftstoffallergie inzwischen die häufigste Ursache für ein allergisches Kontaktekzem, bei Frauen nach der Nickelallergie die zweithäufigste.

Deklaration der Inhaltsstoffe beachten
Wie seit 2005 bei Kosmetika müssen die Hersteller auch bei Waschmittel und Reinigungsmitteln 26 allergene Duftstoffe auf der Verpackung deklarieren, und zwar ab einem Gehalt von 0,01%. Ebenso werden die eingesetzten Konservierungsstoffe mit ihrem chemischen Namen genannt - sie können auch für Allergien verantwortlich sein.

Die Liste enthält auch harmlose Duftstoffe
Leider bietet die neue Bestimmung Allergiekranken keinen vollständigen Schutz. Professor Dr. Axel Schnuch vom Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) sieht in der EU-Liste keine Lösung des Problems: Nach den Forschungsergebnissen des IVDK ist knapp die Hälfte der 26 zu deklarierenden Stoffe eher harmlos.

Stärker wirksame Duftstoffe fehlen in der Liste

Als Reaktion auf die EU-Liste, so Professor Schnuch, sei ein Teil der Industrie dazu übergegangen, diese 26 Duftstoffe durch andere zu ersetzen, von denen einige ebenfalls Allergien auslösen könnten. Diese Stoffe tauchen auf der Liste jedoch nicht auf, obwohl sie laut Ergebnissen des IVDK als problematisch eingestuft werden müssten. Andererseits seien Stoffe auf der EU-Liste verzeichnet, die - obwohl sie relativ häufig in Kosmetika enthalten sind - sehr selten zu Allergien führten. Daher orientieren sich die Produktbewertungen der Zeitschrift "Öko-Test" inzwischen an den Ergebnissen des IVDK und nicht an der EU-Liste.

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