Den Nützlingen jetzt Unterschlupf bieten

In den Gärten herrscht im Herbst emsiges Treiben. Vorsicht, lieber nicht zuviel aufräumen und dafür noch ein paar Pflanzen für den Frühling setzen! Dem viel zitierten Rückgang der Insekten können Sie im Garten etwas entgegensetzen.

Igel im Laub
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Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und die Nächte rauer werden, bereiten GartenbesitzerInnen den Garten auf die Winterruhe vor. Ein kahler, aufgeräumter Garten mit frisch gestutzten Stauden und Sträuchern bietet Insekten, Vögeln und anderen Nützlingen kaum Überwinterungsmöglichkeiten. Es braucht nicht viel, um Nützlingen das Überleben im Winter zu sichern.

Den Insekten helfen

Naturschutz im Garten ist ganz einfach und auch notwendig. Denn jüngste Studien im PLOS ONE-Magazin haben gezeigt, dass in vielen Gebieten Deutschlands die fliegenden Insekten um rund 75 % zurückgegangen sind.

Haufen aus Laub und Holz

Das Laub rechen Sie unter die Sträucher gerecht und türmen es an einem geschützten Platz zu einem Haufen auf. Dort fühlen sich neben Igeln auch Marienkäfer wohl! Im Frühjahr das halb verrottete Laub wieder hervorrechen und auf dem Kompost entsorgen.

Haufen von Rindenstücken, Totholz und Strauchschnitt sind Überwinterungsquartiere für Amphibien wie Erdkröten und Teichmolche. Auch Käfer und Larven ziehen sich dort gerne zurück, sie dienen wiederum als Nahrung für hungrige Vögel im Winter.

Stängel und verblühte Pflanzen stehen lassen

In hohlen Stängeln überwintern Spinnen und Insekten. Verblühte Sonnenblumen dienen als Futterstelle für viele Vögel und auch Samen von anderen Zierpflanzen werden gerne angenommen! Hagebutten und andere Früchte helfen den Vögeln durch den Winter zu kommen.

Kahle Erde vermeiden

Auch das Bodenleben braucht Schutz! Kahle, abgeräumte Beete bieten den Organismen keinen Schutz und fördern die Auswaschung von Nährstoffen aus dem Boden. Am besten decken Sie die Beete mit Laub oder Reisig ab. Mittels Gründüngung kann im Herbst das Gemüsebeet schon fürs nächste Jahr vorbreitet werden. Gründüngungspflanzen lockern den Boden, bedecken die Oberfläche und werden nach dem Winter einfach in die Erde eingearbeitet. So geben sie dem Boden wertvolle Nährstoffe zurück.

Im Herbst schon ans Frühjahr denken

Wer noch keine heimische Wildobsthecke hat, kann im Herbst eine pflanzen. Dort finden Vögel ein geschütztes Versteck und Platz für den Nestbau und Insekten laben sich an den Blüten. Ideal sind Sträucher, die Früchte tragen und dadurch Nahrungsquelle für nützliche Gartenhelfer sind. Dazu gehören zum Beispiel Kornelkirsche, Liguster, Weißdorn und Wildrose. Kornelkirsche und Salweide blühen zeitig im Frühjahr und sind damit für Wildbienen eine wichtige Nahrungsquelle.

Auch Krokus, Winterlinge oder Blausterne sind wunderschöne Farbtupfer im zeitigen Frühjahr und bieten den Wildbienen Nektar und Pollen, wenn in der Natur noch wenig blüht! Ihre Blumenzwiebel kommen jetzt im Herbst in die Erde.

Hilfe bei der Pflanzenauswahl

Beim Pflanzen einer Hecke aus heimischen Gehölzen unterstützt Sie unser Poster Lebensraum Hecken. Welche Pflanzen für Bienen als Nahrungsquelle wichtig sind, zeigt das Poster Bunte Bienenweiden

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