DesignerInnen für eine grüne Modewelt

Jede Modekette, die auf sich hält, bietet Mode aus Biobaumwolle. Doch abseits der Stangenware bieten zahlreiche österreichische DesignerInnen exklusive Mode in ökologischer Qualität.

Kleid Jeanne aus Biosatin, Accessoire "ripped stripes" aus recycleten Stoffstreifen
© Mija-t-rosa, Julia Spicker

Der Textilverbrauch stieg in den letzten Jahren rasant. Mittlerweile ist unser Hunger nach dem neuesten modischen Schrei nicht mehr mit natürlichen Fasern zu stillen. Der Großteil wird künstlich hergestellt – die Basis ist Erdöl, die endliche Ressource. Eine grüne Alternative ist Biobaumwolle, ohne chemische Pestizide, ohne künstlichen Dünger und dazu noch gentechnikfrei angebaut. Doch auch mit Biobaumwolle ist die Nachfrage kaum zu decken. Kreative DesignerInnen aus Österreich zeigen grüne Alternativen vom Bio-Satin-Kleid, über die Recycling-Bluse aus Hemdkrägen bis zum Patchworkpullover aus recycelten Strickstoffen!

anzueglich
Die Damenkleidermacherin BAWI KOSZEDNAR produziert seit mittlerweile vier Saisonen in Zusammenarbeit mit der NGO 2B in Cusco, Peru. NGO 2B ermöglicht gehörlosen peruanischen Frauen als selbstständige Schneiderinnen zu arbeiten. Das Projekt bringt nicht nur qualifizierte, fair bezahlte Arbeit, sondern auch Qualifizierungsmaßnahmen für lokale DesignerInnen.
www.anzueglich.at

 

Göttin des Glücks
Das Designerkollektiv mit Sitz in Wien arbeitet seit 2005 an seiner außergewöhnlichen Wohlfühlkollektion unter dem Motto „Danke mir geht’s gut“ und ist bereits über die Landesgrenzen hinaus erfolgreich. Die Fair Trade zertifizierte Bio-Baumwolle stammt aus Indien, eine faire Behandlung der ProduzentInnen in der gesamten Produktionskette vom Baumwollfeld über Spinnerei, Strickerei, Färberei bis hin zur Konfektion ist garantiert. Seit 2010 ist die Kollektion GOTS zertifiziert. 2010 wurden die CSR Aktivitäten mit dem Trigos Award ausgezeichnet.
www.goettindesgluecks.at

mija t. rosa
Julia Cepp stellt sich der Herausforderung, Modeschaffen und soziale Verantwortung miteinander zu vereinen. Seit der Gründung des Labels beschäftigt sie sich mit Recycling und holt entsorgte Textilien in die Wertschöpfungskette zurück. Bereits 2008 wurde sie für den Eco Fashion Award nominiert, beim Slow Fashion Award 2010 wurde das Label unter die zehn „winning designs“ gereiht.
www.mija-t-rosa.com

Milch
Das Wiener Modelabel MILCH fügt dem bestehenden Wäscheberg nicht noch mehr hinzu, sondern fertigt lokal und fair aus bereits getragenen Herren-Anzügen und Herrenhemden neue intersaisonale Klassiker wie „MARILINN“, das Neckholder-Hosenkleid oder „FRITZ“ die Hosen-Kappe. Die Designerin hinter dem Label, Cloed Priscilla Baumgartner, betreibt in Wien neben ihrem Label MILCH auch den YPPIG - ECO FASHION SHOWROOM. Ausgemusterte Ware wird durch Upcycling in anderem Kontext wieder verwendbar gemacht, wie etwa bei der Aneignung des klassischen Männeranzugs, dessen Verfremdung zu Hosen- und Hemdkleidern auch als Genderverwirrspiel verstanden werden kann. So werden Herrenhemden, Herrenanzugshosen dekonstruiert und ständig neu kombiniert, zerschnitten und verstrickt, gedreht und gewendet. Daraus entstehen laufend neue Modelle.
milch.mur.at

Kontiki
Karin Maislinger arbeitete 10 Jahre lang bei einem Wiener Radbotendienst. Dadurch entstand auch die Idee, mit gebrauchten Fahrradschläuchen zu experimentieren. Diese fielen regelmäßig und zum Leidwesen der Radfahrer an. Durch die Weiterverarbeitung der kaputten Fahrradschläuche, die oft nur durch eine winzige Beschädigung der Oberfläche in ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr dienlich waren, ließ sich das negative Ereignis der Radpanne in Form einer Tasche transformieren.
www.kontiki.or.at

Maedchenwald
Design für die Kleinsten! Über die Textilproduktion gelangen die Giftstoffe in das Grundwasser und über die Haut letztendlich auch direkt in den menschlichen Organismus. Deshalb hat sich das Label maedchenwald seit seiner Gründung ausschließlich für Baumwolle aus kontrolliert biologischen Anbau (kbA) entschieden. Maedchenwald ist Mode für Mädchen und Buben von 0-4.
www.maedchenwald.at

Kamaeleon-Kindermode
Jedes Stück ist liebevoll von Hand gefertigt und von robuster Qualität und steht für praktische, fantasievolle und strapazierfähige Kinderkleidung. Second Hand Stoffe, die gerne auch aus dem eigenen Wäscheschrank der Kunden kommen dürfen, mutieren mit farbenfrohen Motiven zum neuen Lieblingsstück. Ob Hühnerfamilie, Prinzessinnen oder mondsüchtige Igel, Kimonojacken die mit ihrem fernöstlichen Charme auf ausgewachsene Hähne oder Lastwägen treffen oder Hauben aus denen die Blumen sprießen – Kamaeleon macht, was Kinder lieben. Alle Kleidungsstücke sind so geschnitten, dass sie mindestens zwei Jahre mitwachsen können.
www.kamaeleon.at

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Ökotextil-Labels in Österreich

Bio, Organic, Fairtrade oder Recycling - diese Begriffe findet man immer häufiger auf Etiketten. Doch welche Labels halten was sie versprechen?

Wie erkenne ich Ökotextilien?
©Global Organic Textile Standard

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