Die Sonne anbeten, aber richtig!

"die umweltberatung" gibt Tipps zur Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels
Medieninformation "die umweltberatung" Wien, 2. Juli 2015

Strand mit Sonnenschirmen
© sabine seidl "die umweltberatung"

Die Ferien sind da – Sommer, Sonne, Badefreuden! "die umweltberatung" klärt über die Inhaltsstoffe der Sonnenschutzmittel auf und empfiehlt solche mit mineralischen UV-Filtern.

Wer sich viel im Schatten aufhält und gut schmiert, beugt Hautschäden vor! Besonders bei Kindern und Jugendlichen sind Sonnenbrände sehr gefährlich. Erst nach Jahren oder Jahrzehnten machen sich die daraus entstandenen Sonnenschäden bemerkbar. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln in Verbindung mit dem richtigen Sonnenverhalten ist wichtig, um Sonnenbrand, Sonnenallergie und Hautkrebs vorzubeugen. „Zu empfehlen sind Lotionen und Cremen aus Naturkosmetik. Sie enthalten mineralische UV-Filter, die sofort wirken“, sagt Mag.a Sandra Papes, Naturkosmetikexpertin von "die umweltberatung".

Mineralische UV-Filter verwenden

Naturkosmetik verwendet für Sonnenschutzmittel mineralische UV-Filter, genauer gesagt anorganisches Titandioxid und Zinkoxid. Im Gegensatz zu chemischen UV-Filtern lösen sie keine allergischen Reaktionen aus und wirken nicht hormonähnlich. Ein Mittel mit mineralischem UV-Filter wirkt sofort. Es bleibt auf der Haut, dringt also nicht ein und bildet eine Schutzschicht. Die kleinen mineralischen Partikel reflektieren sofort nach dem Auftragen die schädliche UVA- und UVB-Strahlung. Chemische Filter hingegen müssen zuerst in die Haut einziehen, um einen Sonnenschutz aufzubauen.

Chemische UV-Filter vermeiden

Chemische UV-Filter können hormonähnlich wirken. Das Problem mit hormonwirksamen Stoffen (endokrinen Disruptoren) ist, dass Hormone im Körper schon in ganz geringer Dosis große Veränderungen auslösen können. Vor allem im Wachstum oder bei der Fortpflanzung, da hier zahlreiche Hormone optimal zusammenspielen müssen, kann das schwerwiegende Folgen haben. Bei Schnecken und Fischen beispielsweise wurden durch den Eintrag von hormonwirksamen Stoffen in die Umwelt eine Verweiblichung der Männchen und Entwicklungsstörungen der Jungen festgestellt. Auch bei Menschen wird vermutet, dass hormonaktive Chemikalien u.a. die Abnahme der Spermienaktivität bei Männern, Diabetes, Hoden- und Brustkrebs verursachen.

Nanopartikel schwächen Weißfärbung

Mineralische UV-Filter in Nanogröße schwächen den sogenannten „Weißeleffekt“ mineralischer Sonnenschutzmittel ab. Die mineralischen UV-Filter färben die Haut weiß. Sind die UV-Filter in möglichst kleiner Form, wird dieser Effekt abgeschwächt, die Creme lässt sich leichter auftragen und die Schutzwirkung wird verstärkt. In der Inhaltsstoffliste auf dem Produkt sind Stoffe in Nanogröße am Zusatz „(Nano)“ erkennbar. „Nanopartikel sind in Sonnenkosmetika sinnvoll, da der Nutzen von Sonnenschutzmitteln höher ist, als ein möglicher Schaden. In anderen Kosmetikprodukten hingegen sollten Sie Nanopartikel vermeiden, weil die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen dieser winzigen Teilchen noch zuwenig erforscht sind.“, meint Sandra Papes. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit Nanopartikeln in Sprayform ist nicht empfehlenswert. Es besteht die Möglichkeit, dass die kleinen Teilchen eingeatmet werden und dadurch in die Lunge gelangen.

Aluminium in Sonnenschutzmitteln

Aus vielen Deos ist Aluminium aus Gesundheitsgründen schon verbannt. Trotzdem taucht Aluminium in der Inhaltsstoffliste von Sonnencremes und -lotionen weiterhin auf. Aluminium wird für die Ummantelung von Nanopartikeln verwendet und ist in diesen Sonnenschutzmitteln notwendig. Das perfekte natürliche Sonnenschutzmittel gibt es leider noch nicht!

Weitere Informationen

DIin Sabine Seidl
"die umweltberatung" Wien

Telefon 01 803 32 32-72
Mobil 0699 189 174 65
E-Mail sabine.seidl@umweltberatung.at
Website www.umweltberatung.at

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.