Die Top-5-Tipps gegen Ameisen im Haus

In der Natur sind Ameisen sehr nützlich, in der Wohnung und im Haus eher lästig. Zum Vertreiben der ungeliebten Eindringlinge brauchen Sie keine hochgiftigen Wirkstoffe. Fünf einfache Tipps und die Broschüre „Ameisen, Motten & Co“ helfen dabei, die Tiere wieder loszuwerden.

Broschüren "Ameisen, Motten & Co"
© Sabine Seidl

Ameisen sind im Garten und in der Natur sehr nützlich. Sie bearbeiten die oberste Erdschicht, helfen beim Abbau von organischem Material und verbreiten Pflanzensamen. Als Gesundheitspolizei sind sie am Abbau von toten Tieren beteiligt. In der Wohnung oder im Haus sind sie lästig - aber harmlos! Denn die Ameisenarten, die es bei uns gibt, sind nicht gefährlich und übertragen keine Krankheiten.

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Kontraproduktiv ist es, sofort mit giftigen Stoffen auf die Ameisen loszugehen. Viele der versprühten chemisch-synthetischen Stoffe setzen sich in Möbeln, Teppichen und Tapeten fest und belasten mitunter ein paar Wochen lang die Raumluft.

Ameisenfrei in fünf Schritten

"die umweltberatung" empfiehlt das Vorgehen in fünf Schritten, um Ameisen im Haus einfach wieder loszuwerden:

  1. Späher entfernen: Einzelne Ameisen in der Wohnung sind oft „Späher“. Diese schauen, ob es etwas zu holen gibt und holen dann ihre Artgenossen in großer Zahl. Also: unbedingt fangen und aus der Wohnung entfernen.
  2. Die Grundlage entziehen: Warum kommen die Ameisen? Möglichkeit eins: Nahrungssuche - deshalb gerade in der Ameisensaison besonders auf Sauberkeit achten. Essensreste entfernen und das Geschirr sofort abwaschen. Möglichkeit zwei: Nestbau - schon so mancher Ameisenstaat hat sich auch in Kochgeschirr oder in Blumentöpfen eingenistet. Dann den ganzen Staat einfach ins Freie setzen.
  3. Schlupflöcher versperren: alle Mauerrisse und Ritzen, durch die Ameisen hereinkommen, gut mit Spachtelmasse, Kitt oder Zement zukitten.
  4. Eine gründliche Straßenreinigung: die Straßen, die Ameisen entlanglaufen, mit einem milden Reinigungsmittel regelmäßig aufwischen.
  5. Kieselgur streuen: In schweren Fällen kann Kieselgur, ein Algenpulver, auf Ameisenstraßen und in Ritzen gestreut werden. Die Ameisen verletzen sich beim Drüberkrabbeln und trocknen aus.

Der letzte Ausweg bei Nestern im Haus sind sogenannte „Köderdosen“. Bei diesen Fallen ist der Wirkstoff mit einer Futterquelle vermengt. Die Wirkstoffe werden nicht unkontrolliert im Raum verteilt. Das Futter wird samt Gift in den Bau getragen und dort weiterverfüttert. Der ganze Staat stirbt damit ab.

Broschüre „Ameisen, Motten & Co“

Viele Tipps gegen Ameisen und andere unerwünschte Insekten im Haushalt gibt "die umweltberatung" in der Broschüre Ameisen, Motten & Co, die im Auftrag des Umweltministeriums erstellt wurde.

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