Effizient das Geschirr spülen

Geschirrspülen in der Maschine ist effizienter als händisches Abwaschen, sagt das Gerücht. Aber stimmt das? "die umweltberatung" gibt Tipps zum effizienten, ökologischen Abwaschen, zur Programmwahl und zur Spülmitteldosierung.

Händisch abwaschen
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Die meisten Studien zum Geschirrspülen vergleichen ineffizientes, verschwenderisches Handabwaschen bei fließendem Wasser (100 l Wasser, 2,5 kWh Stromverbrauch) mit effizienten Geschirrspülmaschinen (10-15l Wasser, 1-2 kWh Stromverbrauch). Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.

Graue Energie einsparen

Effizientes Handabwaschen im zugestoppelten Waschbecken kommt bei der gleichen Menge Geschirr mit rund 30 Litern Wasser und 2 Kilowattstunden Strom aus, was ca. doppelt so viel ist wie beim Waschen mit einer Maschine. Allerdings spart das händische Abwaschen graue Energie ein - das ist jene Energie, die für die Herstellung des Geschirrspülers verbraucht wird. Das Einsparen grauer Energie gibt Spielraum für einige Jahre Handabwäsche, vor allem in Haushalten mit geringem Geschirrverbrauch. Das Spülen per Hand ist außerdem sehr schonend für Gläser und Geschirr. Spülen Sie also ruhig weiter mit der Hand, wenn Sie das gleich nach dem Essen bei zugestoppeltem Waschbecken tun und wenn nicht täglich große Geschirrberge anfallen.

Vorhandene Geschirrspüler effizient nutzen

Wer bereits einen Geschirrspüler besitzt, sollte ihn möglichst effizient weiter benutzen. Einen neuen Geschirrspüler sollte man wie alles andere nur dann kaufen, wenn er wirklich gebraucht wird, also regelmäßig viel Geschirr abzuwaschen ist. Dann amortisiert sich der Kauf nach einigen Jahren.

So geht’s effizient:

  • Den Geschirrspüler nur vollgeräumt und mit Sparprogrammen benutzen (Eco, 50-55°, Auto, o.ä.). Diese Sparprogramme verbrauchen weniger Energie und brauchen meist 2 bis 3x so lang, damit die Lauge länger einwirken kann. 
  • Das Gerät regelmäßig von Speiseresten, Papier und Plastikteilen, die sich im Sieb fangen, befreien.
  • Auf Klarspüler verzichten, denn der überzieht das Geschirr mit einem feinen Film aus Tensiden, Säuren, Duft- und Konservierungsstoffen, der zum Teil mitgegessen und mitgetrunken wird.
  • Pulver lässt sich besser sparsam dosieren als Tabs.
  • Wenn möglich den Trocknungsvorgang abbrechen und das Geschirr durch Öffnen der Türe trocknen lassen – das spart Energie und reduziert Kalkfecken.
  • Nicht mit warmem Wasser vorspülen, sondern Essensreste mit dem Besteck abschaben, bevor die Teller in die Maschine kommen.

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