Fasten für d' Fisch

"die umweltberatung" empfiehlt Fisch mit Gütesiegel oder fischfreie Kost. Eine ausgewogene Ernährung ist auch ohne Fisch möglich.

Hering
© a.ficala "die umweltberatung"

Fisch enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, Jod und viele Vitamine. Ernährungsgesellschaften empfehlen, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Die Sache hat aber einen Haken: Viele Fischbestände sind heute nahezu ausgerottet! Außerdem werden immer mehr Fische, Garnelen und Muscheln in intensiver Aquakultur gezüchtet, die der Massentierhaltung an Land gleicht und problematisch für Gesundheit und Gewässer ist.

Belastung der Meere

8 von 10 Fischbeständen sind laut FAO bereits leer gefischt. Besonders betroffen davon sind vor allem die großen Raubfische, wie Kabeljau oder Thunfisch. Hauptursache dafür ist die rücksichtslose Befischung der Meere. Doch auch der Klimawandel spielt beim Fischrückgang eine entscheidende Rolle. Durch die Erwärmung der Meere kommen weniger Nährstoffe aus der Tiefe nach oben. Weniger Plankton bedeutet aber auch weniger Futter für die kleinen Fische, was wiederum zu weniger Raubfischen führt.

Weniger ist Meer

Je weniger Fische am Teller landen, desto besser können sich die Meere von der Überfischung erholen. „Reduzieren Sie Ihren Fischkonsum. Wenn Sie Fisch essen, wählen Sie aus dem wachsenden Angebot von nachhaltig gefangenen oder gezüchteten Fischen. "die umweltberatung" empfiehlt österreichischen Bio-Fisch, Alpenlachs und heimische Fische aus Wildfang. Wenn es unbedingt Meeresfisch sein soll, ist das MSC Gütesiegel zu bevorzugen.

Regional Einkaufen!

Eine gesunde und umweltschonende Alternative zu Meeresfischen sind heimische Fische wie Karpfen, Saibling und Forellen. Sie können bei AnglerInnen, bei Fischereibetrieben an Seen sowie bei den Bundesforsten gekauft werden.

Ohne Fisch geht’s auch!

Eine ausgewogene Ernährung mit täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, reichlich Vollkornprodukten und maximal zwei bis drei Portionen Fleisch und Wurst pro Woche schützt vor Herz-Kreislauferkrankungen. Auch wer weniger oder keinen Fisch isst, kann gesund leben. Denn Omega-3-Fettsäuren finden sich nämlich nicht nur im Fisch, sondern auch in Pflanzen, besonders in Leinöl und Rapsöl. In Walnüssen, Soja und grünem Gemüse wie Wirsingkohl, Spinat und Kohlsprossen sind die Omega-3-Fettsäuren ebenfalls enthalten.

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  • HerausgeberIn "die umweltberatung" Wien - Die Wiener Volkshochschulen
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