Fester Boden unter den Füßen

Bodenbeläge sind die am stärksten beanspruchten Materialien im Innenbereich und eine der Hauptquellen für Schadstoffe. "die umweltberatung" rät daher zu Sorgfalt bei der Auswahl.

Teppichboden in Büro
© h.brugger "die umweltberatung"

Bei der Auswahl eines neuen Fußbodens ist es wichtig, das richtige Material für den jeweiligen Einsatzzweck zu wählen. Und ebenso wichtig ist es, aufgeringe Schadstoffemission, einfache Pflege und Reinigung sowie eine schadstofffreie Oberflächenbeschichtung zu achten. Auch die Art der Verlegung spielt eine Rolle bei der Schadstoffbelastung von Innenräumen.

Eine Hauptquelle für Innenraumschadstoffe

Aufgrund ihrer großen Flächen zählen Böden, ähnlich wie Wandfarben, zu den Hauptquellen für Innenraumschadstoffe. Synthetische Kleber und Oberflächenbehandlungsmittel, Imprägnierungen und chemische Zusatzstoffe in den Bodenbelägen selbst, wie z. B. Weichmacher oder Formaldehyde, sind mögliche Schadstoffquellen.

Teppich aus Wolle

Reine Wollteppichböden sind besser als synthetische Teppichböden. Denn sie laden sich nicht so stark elektrostatisch auf wie Kunstfasern und können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Weiters nehmen sie Luftschadstoffe auf und tragen dadurch wesentlich zur Verbesserung des Raumklimas bei. Doch Vorsicht: Viele Wollteppichböden sind unnötigerweise mit Mitteln gegen Motten- oder Käferfraß behandelt - oft mit Permithrin, dem schädliche Wirkungen auf Gehirn bzw. Zentralnervensystem nachgewiesen wurden.

Kork

Korkböden sind sehr fußwarm, dauerelastisch und schalldämmend. Ist ihre Oberfläche mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelt, sie laden sich kaum elektrostatisch auf. Die Reinigung mit Besen, Staubsauger oder Wischwasser ist einfach. Korkfliesen sind den Korkfertigparketten, bei denen der Kork auf eine Trägerplatte aufgezogen wird, vorzuziehen. Ungefärbte Korkböden, die als Bindemittel formaldehydfreie Harze enthalten, sowie die Verklebung mit Naturharzklebern sind aus Gesundheitsgründen empfehlenswert.

Linoleum

Linoleum wird überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen wie Leinöl, Holz- und Korkmehl, Kalksteinpulver, Naturharzen und Juteträger hergestellt. Linoleum ist sehr strapazierfähig, fußwarm und lädt sich kaum elektrostatisch auf. Es wird in vielen Farben angeboten. Die Verklebung erfolgt am besten durch spezielle Kleber auf Naturharzbasis. Linoleum in Bahnen ist besser als Linoleumfertigböden. Denn bei den Fertigböden ist das Linoleum auf Trägerplatten aufgeklebt, aus denen Formaldehyd entweichen kann.

Pseudoholz Laminat

Die Oberfläche von Laminatböden besteht aus einer dicken, harten Kunststoffschicht. Sie wird Melamin genannt und ist auf Dekorpapier mit Holzmuster aufgetragen. Trägermaterial ist eine Hartfaser- oder Spanplatte. Laminatböden sind sehr hart, laden sich stark elektrostatisch auf und sind nicht renovierbar.

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