Gefräßige Zaungäste

"die umweltberatung" gibt Tipps um Schnecken vom Garten fernzuhalten. Medieninformation "die umweltberatung" Wien, 10. Juni 2015

Schnecken im Beet
© angelika hackel "die umweltberatung"

Glücklich ist, wer den Salat nur mit wenigen spanischen Wegschnecken teilen muss. Verzweifelt sind jene, bei denen sie Gemüse- und Kräuterbeete ratzeputz leerfressen – unglaublich, wie schnell das geht, von Schneckentempo keine Spur! Schneckenzäune aufstellen und regelmäßig absuchen, empfiehlt "die umweltberatung".

Hochsaison in der Schneckenkornabteilung – doch g’sund ist das nicht. „Schneckenkorn bringt Gift in die Nahrungskreisläufe der Tierwelt und ist gesundheitlich bedenklich. Und auch das als unbedenklich eingestufte Ferramol hat einen großen Nachteil: Es tötet unselektiv alle Schnecken, egal ob sie im Garten Schäden anrichten oder nicht“, gibt Mag.a Manuela Lanzinger, Gartenexpertin von "die umweltberatung", zu bedenken.

Schneckenzaun rund ums Beet

Schneckenzäune aus Blech halten die Schnecken vom Beet fern. Die Zäune werden 10 cm tief in den Boden versenkt und sollten 10 - 15 cm aus der Erde herausragen. Vorsicht! Es dürfen keine Pflanzenteile über den Zaun hängen, da Schnecken diese als Brücke über den Zaun benutzen. Nach dem Aufstellen des Zaunes müssen alle Schnecken, die sich innerhalb der abgegrenzten Fläche aufhalten, entfernt werden.

Absammeln – und dann?

Werden die Schnecken eingesammelt, stellt sich die Frage, wohin mit ihnen? Über dieses leidige Thema spricht und schreibt niemand gerne, dennoch ist es unumgänglich. Die Schnecken auf keinen Fall einsalzen! Denn das Einsalzen bringt ebenso wie der Einsatz von Schneckenkorn langes Leiden mit sich. Einlegen in kochendes Wasser oder das Durchschneiden mit Messer oder Schere sind Methoden, bei denen die Tiere nicht lange leiden müssen.

Sie ersparen das Absammeln: Laufenten

Wer einen mit Maschendraht eingezäunten Garten und Liebe zu Tieren hat, kann Laufenten halten. Sie sind die Lieblinge der Familie, lustig zu beobachten und sehr effizient beim Fressen – täglich stehen neben Getreideschrot die Schnecken auf ihrer Speisekarte. Mit genügend Wasser rutscht die Lieblingsspeise gut die Kehle runter.

Weitere Tipps

  • Morgens statt abends gießen, denn Schnecken sind in der Nacht, wenn‘s feucht ist, besonders aktiv.
  • Nur dünne Mulchschichten aufbringen, um keine zusätzlichen Verstecke zu schaffen.
  • Bei Schnecken beliebte Früchte wie z.B. Erdbeeren wachsen auch im Topf oder Blumenkisterl sehr gut und können so an einen schneckensicheren Platz gestellt werden.
  • Ein Holzbrett zwischen den Gemüsebeeten dient Schnecken als Versteck. Sie können einfach von der Unterseite abgesammelt werden.
  • Die Schnecken treten gehäuft in Erdspalten und Ritzen auf, dort ist das Absammeln besonders effizient.

Weitere Informationen

DIin Sabine Seidl
"die umweltberatung" Wien

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Website www.umweltberatung.at

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.