Geht’s noch ohne? Palmöldiät für den Regenwald

Eine Woche palmölfrei genießen. Medieninformation "die umweltberatung" Wien, 19. August 2015

Umweltberaterin Michaela Knieli mit selbstgebackenen Keksen
© m.kupka "die umweltberatung"

Ob Kipferl, Knabberzeug oder Knuspermüsli, überall steckt Palmöl und damit auch ein Stück Regenwald drin. Die französische Umweltministerin boykottiert Nutella – aber reicht das? Die Umweltberaterin Michaela Knieli knöpft sich in einem Selbstversuch die eigene Ernährung vor und setzt sich selbst auf strenge Palmöldiät. Auf www.umweltberatung.at/palmoel gibt es ab 24. August 2015 eine Woche lang täglich einen Erfahrungsbericht und alternative Rezepte.

Palmöl kann durch nichts ersetzt werden? Ergiebig, geschmacksneutral, natürlich fest ohne Transfettsäuren. Palmöl wird auch Palmfett genannt und ist wichtig für die Lebensmittelindustrie und Bestandteil vieler verarbeiteter Produkte. Doch für dieses praktische Produkt wird Regenwald gerodet – allein in Indonesien ist die Fläche der Ölpalmenplantagen mit 9 Mio ha schon größer als Österreich. „Der Aufschrei von Umweltorganisationen und jetzt auch der französischen Umweltministerin brachte "die umweltberatung" dazu, Lebensmittel genauer unter die Lupe zu nehmen. Unglaublich, in wie vielen Produkten Palmöl drinsteckt. Im Selbstversuch werde ich Alternativen aufzeigen“, erklärt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Palmöl: weder gesund noch ökologisch

Palmöl sollte schon aus ernährungsphysiologischer Sicht vom Speiseplan gestrichen werden. Die Qualität der Fettsäuren lässt zu wünschen übrig, denn es ist reich an gesättigten Fettsäuren. Diese wirken negativ auf den Blutcholesterinspiegel. Trotzdem verwendet die Lebensmittelindustrie das Fett, weil es eine cremige Konsistenz hat und keine schädlichen Transfettsäuren enthält. Ersatz gibt es, doch es macht wenig Sinn Palmfett durch andere tropische Fette wie Kokosfett oder Sojaöl zu ersetzen. Im Gegenteil! Ölpalmen haben im Flächenvergleich eine höhere Ausbeute als Sojapflanzen oder Kokospalmen, diese würden noch mehr Regenwaldfläche brauchen und somit den Klimawandel noch stärker ankurbeln.

„Wichtig ist, dass das Öl nachhaltig produziert wird. Initiativen wie den Round Table for Sustainable Palmoil (RSPO) und biologisch produziertes Palmfett gibt es schon. Doch auch dafür muss Regenwald weichen – darum müssen wir auch unseren Konsum von fetthaltigen, industriell verarbeiteten Lebensmitteln reduzieren“ empfiehlt Michaela Knieli von "die umweltberatung".

Für ein besseres Klima: Palmöldiät

Sieben Tage palmfettfrei, ein Erfahrungsbericht ab Montag, 24. August 2015 auf www.umweltberatung.at/palmoel

Infos über Palmöl ab sofort im Lebensmittellexikon von "die umweltberatung": www.umweltberatung.at/lebensmittellexikon unter „P“

Beratung zu ökologischer Ernährung gibt es bei "die umweltberatung" unter 01 803 32 32

DIin Sabine Seidl
"die umweltberatung" Wien

Telefon 01 803 32 32-72
Mobil 0699 189 174 65
E-Mail sabine.seidl@umweltberatung.at
Website www.umweltberatung.at

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.