Gemüseraritäten

Viele alte Gemüsesorten sind in Vergessenheit geraten, weil sie nicht so ertragreich sind wie moderne Züchtungen. Im Bio-Landbau werden Sie zu neuem Leben erweckt.

Kiste mit verschiedenen Sorten Paprika
©BIO AUSTRIA, http://www.bio-austria.at

Die Vielfalt des Essens nimmt dramatisch ab - Die FAO schätzt, dass weltweit 75 % der landwirtschaftlichen Vielfalt verloren gegangen sind, seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch in Österreich. Bei vielen Kulturpflanzen sind die Hybride im Vormarsch – Pflanzen, deren Samen nicht mehr nachbaufähig sind.

Gemüse- und Obstsorten, die optimalen Ertrag und die besten Eigenschaften für den Handel und Industrie haben, setzen sich durch. für die biologische Landwirtschaft stellt der Erhalt der biologischen Vielfalt eine unverzichtbare Alternative zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft dar.

Sortenvielfalt pflegen und weiterentwickeln. Auch wenn der Anbau alter Sorten besonders aufwändig ist und nur halb so viel Ertrag bringt wie der Anbau mit Hybridsorten, in der biologischen Landwirtschaft fand eine Rückbesinnung auf diese alten Gemüsesorten statt.

Neue alte Sorten in der Gastronomie
Alte Sorten bedeuten einen höheren Preis für die Gäste. Und doch: Die Vielfalt kommt an. Das zeigt sich in der heimischen Gastronomie. Einige Betriebe zaubern bereits köstliche Kreationen aus Gemüseraritäten wie Erdkirsche, Knollenziest oder Portulak. Die Gäste freuen sich über Außergewöhnliches auf der Menükarte und über neue Geschmacksrichtungen.

Kennen Sie...?

Erdkirsche
In Verwendung und Kultur ähnlich der Andenbeere (Physalis). Die Früchte sind jedoch kleiner und schmecken süßer. Sie sind einige Wochen lagerbar und lassen sich gut einfrieren. Die Beeren können gekocht oder roh gegessen werden und sind eine tolle Dekoration zum Naschen auf dem Teller.

Knollenziest
Der Knollenziest erinnert im Geschmack an Artischocken, Schwarzwurzeln oder an den Blumenkohl. Die Knöllchen sind recht empfindlich, sie sollten möglichst frisch verarbeitet werden. Die Zubereitungsarten für Knollenziest ähneln denen von Spargel und Kohlrabi, man kann das Gemüse in Rezepten einfach austauschen.

Portulak
Die jungen Blätter können als Salat oder blanchiert als Beilagen-Gemüse zubereitet werden. Die älteren Blättern verleihen Suppen und Eintopfgerichten eine würzige Note. Dazu die Blätter nicht lange mitkochen, da sie sonst das Aroma verlieren. Die Stängel kann man sauer einlegen.

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