Genuss mit gutem Gewissen

5 Tipps, damit Ernährung und Ökologie zusammenpassen...

Genießen
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1. Bio – Lebensmittel kaufen

Wenn Sie Bio-Lebensmittel kaufen, unterstützen Sie die Bio-Landwirtschaft. Durch die besondere Art der Produktion leisten Biobäuerinnen und Biobauern einen enormen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, denn sie...

...schützen unsere Lebensgrundlagen
- Klimaschutz durch Verringern von Treibhausgasen
(durch Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel)
- Aufbau gesunder Böden
- Schutz des Trinkwassers

...erhalten unsere Biodiversität
- Vielfalt unserer Lebensräume und Ökosysteme
- Vielfalt der Fauna und Flora
- Vielfalt unserer Agro-Biodiversität

...sichern Lebensmittel mit hoher Qualität
- gute Erträge gesund erhaltender Lebensmittel
- gentechnikfreie Bio-Qualität
- Bio-Kontrollsystem

2. Global denken – regional einkaufen

Regionale Lebensmittel kaufen sichert die Existenz unserer Bäuerinnen und Bauern. „Jeder souveräne Staat muss sich seine Grundnahrungsmittel auf Basis der natürlichen Bodenfruchtbarkeit und artgerechten Tierhaltung selbst erzeugen und gleichzeitig die gewachsene Kulturlandschaft pflegen.“ (Alfred Haiger, Gründervater des Biologischen Landbaus an der Universität für Bodenkultur in Wien)

Ernährungssouveränität ist für die große Mehrzahl der heute Hungernden der entscheidende Schritt aus der Armutsfalle, besagt der IAASTD Weltagrarbericht. Billigfleisch oder „Bio“-Sprit aus Regenwald fressenden Monokulturen und der subventionierte Dumping-Export von Lebensmitteln, die oft aus importierten Rohstoffen hergestellt werden, sind 2 Seiten derselben Medaille. „Es bedarf einer umweltverträglichen, Ressourcen schonenden und Werte lebenden Landwirtschaft, wenn wir in Zukunft die Weltbevölkerung ernähren wollen“, sagt Benedikt Haerlin, Mitautor des Weltagrarberichts.

3. Soziale Verantwortung wahrnehmen: Zahlen für Bio zahlt sich aus

Ökologische Produktionssysteme und Fair Trade erweisen sich laut Weltagrarbericht als probate Mittel zur Armutsbekämpfung.

Es gibt eine Chance für die Länder des Globalen Südens durch...
...Verringerung der Abhängigkeiten und Aufbau kleinräumiger Strukturen
...Forcierung der Kreislaufsysteme
...On farm Produktion von Dünger
...Low input Produktion mit standortgerechten, vielfältigen Kulturen

„Klasse statt Masse“ und nicht „Geiz ist geil“ sollte der Leitspruch sein: Kostendeckende Preise in der Lebensmittelproduktion bedeuten Existenzsicherung für Bauern und Bäuerinnen in Österreich und weltweit.
 

4. Leben wie die Großeltern?

Früher gab es Fleisch nur Sonn- und Feiertagen, die Fülle von Sommer und Herbst wurde eingelegt, getrocknet und eingekocht. Essensreste im Müll waren tabu, alles wurde verwertet.

5. Genießen wie Gott in Italien

Die Ernährungswissenschaft empfiehlt eine ausgewogene Zusammensetzung mit überwiegend pflanzlichen, gering verarbeiteten Lebensmitteln. Weniger Fleisch, mehr Getreide, Obst und Gemüse tut uns gut. Eine Ernährungsphysiologisch richtige Zusammensetzung des Speiseplans ist auch umweltfreundlich!

„Wer nicht genießt, ist ungenießbar“ singt Konstantin Wecker in einem seiner Lieder. Zeit ist die wichtigste Zutat bei einem genussvollen Essen. Und nicht vergessen: Gemeinsam i(s)st man weniger allein!

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