Gründach: Dachbegrünung statt Klimaanlage

Begrünte Dächer speichern Wasser, filtern Staub und Lärm und gleichen Temperaturunterschiede aus. Sie sind Ersatzlebensraum für Tiere und Pflanzen in der Stadt. Intensiv begrünte Dächer lassen sich wie ein Garten nutzen und bieten viele Möglichkeiten. 

Dachgärten in Wien
© Optigrün

Das begrünte Dach wirkt positiv auf die darunter liegenden Räume. Die Verdunstung durch die Pflanzen sorgt im Sommer für eine Kühlung, im Winter fungiert das Gründach als ökologische Wärmedämmung. Das spart Energiekosten für die Heizung und schont die Umwelt. Dachbegrünungen gleichen auch die sommerliche Überhitzung in dicht verbauten Gebieten aus und machen das Stadtklima erträglicher.

Schutzschicht für das Dach

Kiesdächer ohne Grün müssen oft nach 15 bis 20 Jahren saniert werden. Laut Verband für Bauwerksbegrünung verlängert sich die Lebensdauer des Flachdaches durch die Begrünung um mindestens 50 Prozent. Denn die Dachisolierung schützt vor Temperaturschwankungen, Hagelschlag und aggressiven Abwässern.

Arten von Gründächern

Intensiv begrünte Dächer sind wie Gärten zu ebener Erde nutzbar und benötigen viel Pflege und Fachkenntnisse.

Extensiv begrünte Dächer können zwar von Menschen nicht direkt genutzt werden, schaffen aber wertvollen Lebensraum für die Pflanzen- und Tierwelt bei geringstem Pflegeaufwand. Eine Begehung pro Jahr, um aufkommende Bäume zu entfernen, ist für ihre Pflege ausreichend.

Voraussetzungen

Damit die Qualität der Gündachumsetzung standardisiert und überprüfbar ist, hat der Verband für Bauwerkbegrünung (VfB) entsprechende Richtlinien und Empfehlungen erarbeitet, die zur Basis für eine eigene Gründach-ÖNORM (L 1131) wurden. Sie dienen dem Schutz von Baufirmen und KonsumentInnen. Die Einhaltung ist gleichzeitig Bedingung für die Förderwürdigkeit aus öffentlicher Hand.

Die bauliche Voraussetzung sollte von Fachleuten geprüft werden. Die Durchwurzelungskraft mancher Gehölze und die Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit bei Do-It-Yourself-Dachbegrünung werden oft unterschätzt.

Triste Innenhöfe - nein danke!

Viele Häuser verfügen über ungenutzte Innenhöfe, die nur darauf warten, begrünt zu werden. Gemeinsam mit den MitbewohnerInnen kann eine Innenhofbegrünung durchgeführt werden, von der alle profitieren. Dort können Kinder Himbeeren direkt von der Hecke naschen und sehen, wie Paradeiser heranwachsen. Zur Begrünung von Innenhöfen und Dächern gibt es sogar Förderungen in einigen Städten. Auch die Begrünung von Fassaden mittels Kletterpflanzen wird finanziell unterstützt.

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Dachbegrünung - Grünoasen in luftiger Höhe anlegen

Grünoasen in luftiger Höhe anlegen

Begrüntes Flachdach
Civerbild: © Stadt Berlin
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