Ist Bio immer besser?

Biorichtlinien sind die strengsten in der Landwirtschaft, Obst- und Gemüse aus Bioanbau schneiden bei allen Rückstandsuntersuchungen besser ab. Doch macht Bio allein wirklich gesünder? Wir meinen: Kommt drauf an!

Bioobst und Gemüse
©m.kupka "die umweltberatung"

In der Biorichtlinie ist vom Stall bis zum Tisch alles geregelt. Sowohl Bio-Landwirtschaftsbetriebe als auch Bio- Verarbeitungsbetriebe werden mindestens einmal im Jahr unangemeldet durch staatlich autorisierte Prüfstellen kontrolliert. Biolebensmittel dürfen nicht mit chemisch-synthetischen Pestiziden behandelt werden, die Tierhaltung ist streng geregelt und auch Zusatzstoffe sind nur in ganz geringer Zahl zugelassen. Das allein macht Bioprodukte schon zur besseren Wahl.

Kann denn Bio Sünde sein?

Die Zeiten in denen nur gesunde, unverarbeitete Lebensmittel das Bio-Sortiment bestimmten sind vorbei und wer zu Bio greift mag' s auch gern bequem. Mittlerweile ist von der Fertigpizza bis zur Kuchenbackmischung alles in Bioqualität erhältlich. Die Zutaten entsprechen natürlich den strengen Anbau- und Verarbeitungsrichtlinien, doch auch Biozucker greift die Zähne an. Da heißt es wieder zurück zu unverarbeiteten Lebensmitteln und täglich frischer, vollwertiger Küche.

Gut gemeint und trotzdem daneben

Das Angebot der Biosupermärkte spiegelt die Ernte der Welt, Sommergemüse ist auch im Winter zu haben. Doch für die Umwelt ist dieser Mehrwert zweifelhaft, wenn Bio-Tomaten im Winter täglich von Spanien nach Österreich auf die Reise geschickt werden oder Heurige aus Ägypten im Frühling die heimischen überholen. Ein Saisonkalender schützt da vor ökologischen Fehltritten beim Einkauf.

Pluspunkte für Bio

Pestizidrückstandsuntersuchungen bestätigen immer wieder: Bio ist besser! Trennt man die Proben und Untersuchungen nach Anbauart zeigt sich, dass nur in 6,7 % der biologischen Lebensmittel ein Rückstand quantifizierbar war, während in 61,6% der Lebensmittel aus konventionellem Anbau ein bestimmbarer Rückstand vorlag. Kein Wunder, denn im Biolandbau wird nicht mit Chemiekeulen sondern mit viel Know-How gearbeitet.

Ökologischer Fußabdruck

Auch wenn die BiolandwirtInnen nachhaltiger als ihre konventionellen KollegInnen arbeiten, der ökologische Fußabdruck umfasst das ganze Produkt, und da gilt für alle gleich: kürze Transporte, weniger Verpackung und so wenig verarbeitet wie möglich. Und da setzt die Biobranche neue Trends.

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Infoblatt "Bio ist besser" 
Saisonkalender für Obst und Gemüse

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