Knoblauch – per Schiff um die Welt

Knoblauch war schon Dopingmittel im antiken Griechenland. Er stärkt das Immunsystem, wirkt antibakteriell und sorgt für gute Blutwerte

Knoblauch
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Das scharfe Gewürz schmeckt nicht nur ausgezeichnet, es ist auch prall gefüllt mit Vitaminen und Mineralstoffen. Das Besondere an den scharfen Zehen sind aber die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe: Allyl-Sulfide, die antibakteriell wirken, Krebs vorbeugen, Blutdruck, Blutfette und Cholesterin senken sollen. Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs sollen der Bildung von Thromben vorbeugen, da sie die Auflösung zusammengelagerter Blutplättchen fördern und dadurch die Fließeigenschaften des Blutes verbessern.

Nicht keimfrei

Knoblauch beginnt bei langer Lagerung oft zu keimen. Dagegen werden im konventionellen Bereich meist chemische Keimhemmungsmittel eingesetzt, von denen oft Rückstände bleiben. In einigen Ländern ist sogar die Bestrahlung erlaubt.

Derzeit ist bestrahlter Knoblauch in Österreich nicht zugelassen, doch wer auch auf eventuelle Rückstände verzichten will, greift am besten zu österreichischem Bioknoblauch. Dieser darf weder bestrahlt, noch mit Keimhemmungsmittel oder anderen Pestiziden behandelt werden.

Knoblauch oft aus China

Knoblauch ist anspruchslos und wächst sehr gut in Österreich. Der Anbau erfordert allerdings viel Handarbeit oder spezielle Erntemaschinen die sich bei kleinen Mengen kaum lohnen. Unsere Märkte werden vor allem im Frühjahr vom weltweit größten Produzent China überschwemmt. Diese Transportwege für Knoblauch sind enorm! Der Knoblauch ist über 2000 km mit LKWs, dann  wochenlang über 25.000 km mit dem Schiff unterwegs. Eine lange Umwelt belastende Reise!

Schiffstransporte - gefährlich für die Tierwelt

Nicht nur der hohe Energieverbrauch und der Schadstoffausstoß sind problematisch. Bis vor kurzem waren noch hochgiftige Antifouling-Schiffsanstriche erlaubt. Sie wirken hormonell und führen zur Vermännlichung mancher Meeresbewohner. Selbst in Gewebeproben von Walen oder Albatrossen kann das Gift nachgewiesen werden. Auch der Schiffslärm ist problematisch, er stört die lebensnotwendige Kommunikation der Wale. Das Ergebnis: Gehörschäden und Massenstrandung.

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