Wärme aus der Steckdose

Bei brütender Hitze fallen die Gedanken ans Heizen schwer, aber viele Heizungen werden jetzt geplant und installiert. Im neuen Infoblatt „Wärme aus der Steckdose“ stellen wir Ihnen verschiedene Systeme von Stromheizungen vor und zeigen, warum hoher Stromverbrauch durchs Heizen problematisch ist.

Stecker
© Monika Kupka "die umweltberatung"

Beim Kauf einer neuen Heizung können sich vorschnelle Entscheidungen ökologisch und ökonomisch als Bumerang erweisen. Für die Kaufentscheidung ist das Wissen über die Vor- und Nachteile von Stromheizungen wichtig.

Direkte und indirekte Stromheizung

Stromheizungen können aus Strom direkt oder indirekt Wärme gewinnen. Elektrische Konvektoren, Speicherheizungen, strombetriebene Fußbodenheizungen und Infrarotheizungen zählen zu den Stromdirektheizungen - sie wandeln Strom direkt in Wärme um, ihr Stromverbrauch ist hoch.

Indirekte Stromheizungen sind zum Beispiel Wärmepumpen: Sie brauchen Strom nur, um Umgebungswärme in Heizwärme umzuwandeln, daher verbrauchen sie wesentlich weniger Strom als die Stromdirektheizungen. Sie wandeln mit wenig Stromeinsatz Umgebungswärme in die 3 – 4 fache Menge an Heizenergie um.

Auf den Einsatzbereich kommt's an!

Das neue Infoblatt Wärme aus der Steckdose zeigt, welche Stromheizungstypen für welchen Einsatzbereich geeignet sind. Wärmepumpen sind die effizienteste Form mit Strom zu heizen. Elektrische Konvektoren sind zum Beispiel als Zusatzgeräte für kurzzeitige Anwendung in kleinen Räumen zweckmäßig. Als Hauptheizung eigenen sie sich aus ökologischen Gründen und aufgrund der hohen laufenden Kosten nicht.

Stromheizungen sind nicht CO2-neutral

Gerade im Winter ist Strom bei uns ein knappes Gut. Österreich produziert Strom in dieser Zeit verstärkt in Kohle- und Gaskraftwerken und importiert Strom. Ein großer Teil des Importstroms stammt aus fossilen Energieträgern. Das Heizen mit Strom heizt – solange er nicht vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt – also dem Klima ein.

Besonders schlecht fürs Klima: Stromdirektheizung

Stromdirektheizungen wie zum Beispiel Konvektoren sind große Stromfresser und verursachen 276 Gramm CO2 pro kWh. Indirekte Stromheizungen wie zum Beispiel Wärmepumpen sind viel sparsamer. Sie emittieren nur 69 Gramm CO2 pro kWh. Zum Vergleich: Bei Fernwärme beträgt der CO2-Ausstoß nur 28 Gramm, bei Ölheizungen 311 Gramm.

Zu allererst: Heizbedarf senken!

Wenn in einem Haushalt eine neue Heizung installiert werden soll, empfiehlt "die umweltberatung":

  • Vor der Planung eines neues Heizsystems auf alle Fälle den Heizwärmebedarf senken, zum Beispiel durch Wärmedämmung und Fenstersanierung
  • Den Einsatz effizienter Wärmepumpen und Alternativen auf Basis der vorhanden Infrastruktur (z.B. Fernwärme) bzw. auf Basis erneuerbarer Energieträger prüfen.
  • Wenn schon eine Stromheizung vorhanden ist, die Installation einer Photovoltaik-Anlage überlegen bzw. einen Grünstromanbieter wählen.

"die umweltberatung" hat das Infoblatt Wärme aus der Steckdose im Auftrag der MA 20 – Energieplanung erstellt.

Zur Senkung des Heizwärmebedarfszu und zu ökologisch und ökonomisch sinnvollen Heizsystemen beraten wir Sie firmenunabhängig und individuell.

Wir beraten Sie gerne persönlich!

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