Naschereien auf Balkon und Fensterbrett

Wer keinen Garten hat, kann trotzdem im Grünen wohnen. Auch auf einem sonnigen Balkon oder Fensterplatz gelingt der Anbau von Kräutern, Gemüse und Obst.

Chilli im Topf
© EvgeniiAnd fotolia.com

Bunte Blumen am Fenster, duftende Kräuter am Balkon und robuste Zimmerpflanzen: Selbst kleine Grünoasen leisten einen wichtigen Beitrag für ein lebenswertes Stadtklima. Die Pflanzen spenden Feuchtigkeit, binden Staub und dämpfen Lärm, ungefüllte Blüten werden von Schmetterlingen und Wildbienen umschwärmt. Wir geben Tipps für Grün auf kleinstem Raum.

Kräuter

wachsen nicht nur im eigenen Garten, sondern auch am Fensterbrett. Sie brauchen jedoch einen sonnigen Standort. Als Pflanzsubstrat eignet sich eine Mischung aus torffreier Blumenerde, Sand und Kompost zu gleichen Teilen. Eine Schicht Tonscherben am Boden des Topfes verhindert Staunässe. Achtung: Zu viel Dünger lässt die Pflanzen zwar schneller wachsen, geht aber auf Kosten des Geschmacks.

Gemüse, Bohnen und Erdbeeren

Bevorzugen Sie kleinwüchsige und kompakte Sorten. Schnittsalaten und Rucola genügt ein Blumenkisterl am Fensterbrett. Paprika, Chili, Balkontomaten, kleinfrüchtige Zucchini und Melanzani sind auf dem Balkon besser aufgehoben. Kleine Gurkensorten können im Kisterl gezogen werden. Stangen- und Feuerbohnen sowie Klettergurken wachsen an Klettergerüsten in Trögen. Sie haben schöne Blüten und bieten mit ihren dichten Blättern einen guten Sichtschutz. Als Naschobst sind Monatserdbeeren besonders gut geeignet, da sie bis zum Spätherbst immer wieder neue, köstliche Früchte tragen.

Kräuter am Fensterbrett
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Die Pflanzen gut versorgen

Große Gefäße bieten genug Nährstoffe und Feuchtigkeit – je größer, desto besser. Tomaten, Paprika und Gurken benötigen einen Topf mit mindestens 28 cm Durchmesser. Wichtig ist auch, dass der Nährstoffgehalt der Erde an die jeweiligen Pflanzen angepasst ist. Nach dem Eintopfen muss 6 Wochen nicht gedüngt werden. Anschließend werden die Pflanzen am besten mit Kräuterjauche, reifem Kompost oder anderen biologischem Dünger versorgt. Die Erde trocknet in den Töpfen und Trögen sehr rasch aus, deshalb ist häufiges Gießen und Mulchen wichtig.

Bio-Pflanzen aus der Region

Viele Obst- und Gemüsepflanzen gibt es im Handel in bester Bio-Qualität, oft auch alte Sorten, bei denen die Früchte durch besondere Farben und Formen und intensiven Geschmack auffallen. Am besten sind regional produzierte Pflanzen, weil sie kürzere Transportwege hinter sich haben und gut an das regionale Klima angepasst sind.

Naschwerk für Schmetterlinge und Wildbienen

Pflanzen mit verschiedenen Blühzeiten und Farben erhöhen die Attraktivität von Balkon und Terrasse. Sie sind Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Als Nektar-Tankstellen am Fensterbrett eignen sich besonders duftende Kräuter wie Lavendel, wilder Oregano und Sand-Thymian. Auch die wunderschön blühenden Sommer- und Herbstastern sowie der Mauerpfeffer bieten den Schmetterlingen reichlich Nahrung.

Auf einem sonnigen Balkon mit etwas mehr Platz können Schmetterlinge und andere Insekten mit heimischen Wiesen- und Wildpflanzen angelockt werden. Geeignet sind u.a. folgende Arten:

  • Rote Sporenblume (Centranthus ruber)
  • Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum)
  • Heide-Nelke (Dianthus deltoides)
  • Wilde Karde (Dipsacus sylvestris)
  • Kugeldistel (Echinops ritro)
  • Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Wiesenwitwenblume (Knautia arvensis)
  • Wilder Dost (Origanum vulgare)
  • Große Brennnessel (Urtica dioica)

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