Neue Gäste: Teilzeitvegetarier

Gesunde Ernährung mit wenig Fleisch liegt im Trend. Flexitarier, Pescaner oder Frutarier könnten zu Ihren neuen Gästen zählen.

Vegetarischer Grillspieß
© archiv "die umweltberatung"

Laut österreichischem Ernährungsbericht isst jede und jeder in Österreich pro Jahr durchschnittlich 66 Kilogramm Fleisch - das ist gut doppelt so viel, wie von ErnährungsexpertInnen empfohlen wird. Ein hoher Fleischkonsum steht in Zusammenhang mit Übergewicht und vielen ernährungsbedingten Erkrankungen wie Herzkreislauferkrankungen, Gicht und Krebs.

Ohne Fleisch geht’s auch

Das zeigen in Österreich 3 % der Bevölkerung, denn sie leben vegetarisch. Für Gesundheit und Umwelt muss es nicht ganz so streng sein, schon Teilzeitvegetarier,  die nur für ein paar Tage in der Woche bewusst auf Fleisch und Wurst verzichten, schonen beides in hohem Maße.

Unser Appetit auf Fleisch verursacht Hunger

Die Auswirkungen unseres Heißhungers auf Fleisch wirken sich verheerend auf die Welternährungssituation aus. Denn unglaubliche 70 % der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche werden heute für die Viehproduktion und den Futtermittelanbau verwendet. Dabei hungert eine Milliarde Menschen. Auf Flächen, die für den Anbau von Tierfutter wie Getreide, Mais und Soja verwendet werden, könnten um ein Vielfaches effizienter Pflanzen für die menschliche Ernährung angebaut werden.

Fleischreduktion = Klimaschutz

Tierische Lebensmittel bringen eine weitaus höhere Klimabelastung mit sich als pflanzliche, 1 kg Fleisch verursacht soviel CO2-Emissionen wie eine 250 km lange Autofahrt.

Fleischlos abseits der Gemüseplatte

Die asiatische bzw. indische Küche bietet viele vegetarische Gerichte, auch Pasta-Rezepte lassen sich hervorragend fleischlos anbieten. Wer in alten Rezepten schmökert, findet auch in der Hausmannskost vegetarische Schmankerl wie Krautfleckerl und Bohnenstrudel. Wer Fleisch einfach in Rezepten ersetzen will, kann Sojagranulat als Ersatz für Faschiertes oder Sojageschnetzeltes in den Speiseplan einbauen. Die Zubereitung ist einfach und der Geschmack kommt Fleisch sehr nahe. Und wenn doch Fleisch hin und wieder am Teller landet, dann am besten in biologischer Qualität!

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