Ökologisierung im Kleingarten

In den Kleingärten soll der Einsatz von vorbeugendem Pflanzenschutz und Nützlingen gegen Schädlinge die Verwendung chemischer Mittel überflüssig machen.

Laufzeit: 2012 - 2013

Kleingartenmesse
© archiv "die umweltberatung"

In den Gärten hierzulande wird häufig noch mit konventionellen Pflanzenschutzmethoden gearbeitet. Dabei wird oft zu hoch dosiert oder Mittel werden
eingesetzt, obwohl es nicht notwendig wäre. Unwissenheit und Unsicherheit im Umgang mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten führen zu einem gefährlichen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Mensch und Natur werden zunehmend belastet. Der Garten verliert an Erholungswert.

"die umweltberatung" und biohelp wollen eine generelle Umstellung von ausgewählten Kleingärten auf natürlichen Pflanzenschutz erreichen. In speziellen Demogärten und Pressemeldungen wird auf die Techniken und durchgeführten Maßnahmen aufmerksam gemacht, um einen breiten Effekt zu erzielen.

Donaustädter Kleingartentag 2012
© Andreas Philipp ZV der Kleingärtner

Information und Beratung

Die Obleute der Kleingartenvereine im Nachhaltigkeitspilotbezirk Donaustadt wurden über die Aktion informiert und eingeladen mitzumachen. Die KleingartenbesitzerInnen der Anlage Villaweg 1, 1220 Wien (Verband der ÖBB Landwirtschaft) erhielten Informationsmaterialien über naturnahes Gärtnern und biologischen Pflanzenschutz.

"die umweltberatung" veröffentlichte Nützlingsporträts in jeder Ausgabe der Zeitschrift "Kleingärtner" und verfasste Pressemeldungen zur nützlingsschonenden Gartengestaltung und -pflege. Bei den Infoständen des Donaustädter Kleingartentags, der Wiener Kleingartenmesse und der Raritätenbörse im Botanischen Garten setzte "die umweltberatung" den Schwerpunkt auf biologischen Pflanzenschutz und Nützlinge.

biohelp führte 2012 folgende Umstellungsversuche vor Ort durch:

  • Verwirrungstechnik zur Apfelwicklerbekämpfung
  • Wildbienennisthilfen zur Erhöhung des Bestäuberpotenzials
  • Fallen gegen verschiedene Obstschädlinge (Kirschfruchtfliegen, Apfelwickler, Pflaumenwickler)

Ende 2012 wurden die teilnehmenden KleingärtnerInnen zu ihren Beobachtungen befragt. 2013 werden die Auswirkungen der Umstellungsversuche von biohlelp erneut überprüft, um erfolgreiche Maßnahmen für eine Ausweitung des Projekts zu entwickeln. Durch die Bearbeitung des Themas von verschiedenen Seiten soll die Auseinandersetzung mit Methoden des biologischen Gärtnerns für jede Person greifbarer und praxisnaher werden.

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