Pflanzenöle

Bequeme Handhabung und der hohe Anteil an wertvollen Fettsäuren macht den Einsatz verschiedener Pflanzenöle in der Küche so sinnvoll. Bevorzugen Sie Ihren Gästen und der Umwelt zuliebe kaltgepresste Bio-Öle!

Kürbiskerne
©m.kupka "die umweltberatung"

Pflanzenöle enthalten einen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Beispiele dafür sind Oliven-, Raps-, Lein-, Soja-, Weizenkeim-, Sonnenblumen-, Distel-, Maiskeim- und Kürbiskernöl. Sie senken den Cholesterinspiegel, schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und enthalten fettlösliche Vitamine.

Herstellung:

Pflanzliche Speiseöle werden aus ölreichen Samen und Früchten gewonnen. Die Rohstoffe werden verkleinert, geröstet oder gedämpft und danach wird das Öl ausgepresst oder extrahiert. Man unterscheidet zwischen kalt- und warmgepressten Ölen.

Die Kaltpressung ist ein reich mechanischer Vorgang, bei dem die Rohstoffe nicht erhitzt (Erwärmung max. 65 °C) und keine chemischen Zusätze eingesetzt werden. Diese kostenaufwändigere Methode spiegelt sich im Preis wider. Die meisten Speiseöle werden daher entweder durch Warmpressung oder durch Extraktion gewonnen (unter hohen Temperaturen wird Öl mit chemischem Lösungsmittel herausgewaschen). Hier ist die Ölausbeute größer und der Preis dadurch billiger. Allerdings sind einige übel schmeckende und zum Teil auch gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, die mittels Raffination wieder entfernt werden müssen. Leider wird dadurch auch der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen wie Betakarotin und Vitamin E gemindert und das entstehende Öl ist nahezu geruch- und geschmacklos.

Greifen Sie vermehrt zu Bio-Speiseölen!

Biologisch erzeugte Speiseöle sind ausschließlich schonend kaltgepresst oder zentrifugiert und dürfen nicht raffiniert werden. Dadurch bleiben Aroma und wertvolle Inhaltsstoffe weitgehend erhalten. Bio-Öle sind durch den Verzicht auf synthetische Düngemittel und Pestizide die umweltschonendere Alternative. Zudem ist der Energieverbrauch bei der Ölgewinnung durch Kaltpressung deutlich niedriger.

Kaltgepresste Öle sind dunkler, trüber und weniger lange haltbar. Aber Achtung: Sie vertragen keine so hohen Temperaturen wie raffinierte und eignen sich daher größtenteils nicht zum Braten und Frittieren. Verwenden Sie diese wertvollen Pflanzenöle daher am Besten für die kalte Küche, hier kommt der intensive Geschmack besonders gut zur Geltung!

Verwendung und Lagerung:

Speiseöle sollten dunkel und kühl gelagert werden, damit das lichtempfindliche Vitamin E nicht zerstört wird. Kaltgepresste Öle nach Anbruch gut verschlossen im Kühlschrank (6 – 10 °C) lagern und binnen 8 Wochen verbrauchen, sonst werden sie schnell ranzig! Das Öl kann durch die Kühlung fest werden oder ausflocken. Das schadet der Qualität jedoch nicht, bei Zimmertemperatur wird es wieder flüssig.

Entsorgung von Altöl:

Altspeiseöle und -fette sind Problemstoffe, die gesondert gesammelt werden müssen. Darüber hinaus sind sie wertvoller Rohstoff, der getrennt erfasst und aufbereitet, zur Herstellung von Seifenprodukten, Reinigungsmittel und Biodiesel verwendet wird. Altspeisefett im Abfluss führt zu Ablagerungen und Verstopfungen in Leitungen und der öffentlichen Kanalisation sowie zu Störungen in Pumpwerken und Kläranlagen. Am Besten das Geschirr vor dem Abwasch z.B. mit einem Küchenpapier abwischen – denn durch umweltbewusstes Handeln sind hohe Reinigungs- oder Reparaturkosten vermeidbar!

Weitere Informationen zu gesunder und umweltbewusster Ernährung finden Sie unter www.umweltberatung.at.

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