REACH: Die Chemie muss stimmen!

Das Kürzel "REACH" steht für die EU-Verordnung zur "Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien", die seit Mitte 2007 in der EU in Kraft ist.

Chemikalien auf Verpackung
© archiv "die umweltberatung"

Durch eine neue europäische Chemikaliengesetzgebung mit der Abkürzung "REACH" sollen Mensch und Umwelt vor bedenklichen Chemikalien geschützt werden.
Insgesamt sind mehr als 100.000 unterschiedliche synthetische Chemikalien in Europa registriert, ungefähr 30.000 davon werden zu mehr als eine Tonne pro Jahr verwendet. Ihre Eigenschaften und Wirkungen sind aber häufig nur wenig bekannt. Durch REACH sollen endlich Daten zu den Chemikalien eingefordert und wo nötig, Beschränkungen und Verbote eingeführt werden und damit eine vorsorgende Chemiepolitik eingerichtet werden.

Auskunftspfliche für VerbraucherInnen

Wenn Sie über besonders besorgniserregende Chemikalien Auskunft in Produkten haben wollen, können Sie innerhalb von REACH eine Anfrage an den Hersteller des Produktes stellen. Ein Formular finden Sie auf der Seite des deutschen Umweltbundesamtes.

http://reach-info.de/verbraucheranfrage.htm

REACH- ein erster Schritt

REACH ist auf jeden Fall ein Schritt in Richtung einer zukunftsfähigen, verantwortungsvollen Chemie-Politik und sollte daher möglichst rasch und lückenlos umgesetzt werden. Mit der legislativen Verankerung einer neuen Chemikalienpolitik muss aber gleichzeitig auch die Möglichkeit geschaffen werden, diese Politik laufend durch neue Forschungserkenntnisse und Erfahrungen in der Umsetzung zu aktualisieren und zu optimieren.

Forderungskatalog im Mai 2004
Die Legislativvorschläge erfüllten diese Ziele aber nur zum Teil.
Deshalb hat "die umweltberatung" in Kooperation mit einer Reihe österreichischer Umweltorganisationen - Wiener Umweltanwaltschaft, Ökobüro, IFZ-Graz, Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt, WWF, Vier Pfoten, Global 2000 und Greenpeace - einen Forderungskatalog zu den Vorschlägen zu REACH erstellt.
Wir setzen uns ein für:

  • Verankerung des Substitutionsprinzips!
  • Einführung der allgemeinen Sorgfaltspflicht für Hersteller!
  • Keine Ausnahmen bei der Zulassung! (Arbeitsplatz-Grenzwerte)
  • Aufnahme von sensibilisierenden Stoffen ins Zulassungssystem!
  • Transparenz schon ab der Herstellerebene - Informationssicherheit für KonsumentInnen!
  • Verringerung von (einigen) Mengenschwellen!
  • Sicherheit beim Vollzug von REACH!

Download: Forderungskatalog [PDF 219 KB]

Weitere Informationen

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Chemie im Haushalt

Tipps zur sicheren Verwendung von Chemikalien im Haushalt und Alternativen zu besonders gefährlichen Stoffen.

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  • HerausgeberIn BMLFUW

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