Rezeptwettbewerb: Nicht nur die Bohne

Kreative Rezepte mit Linsen, Bohnen & Co. werden prämiert

Hülsenfrüchte in Gläsern
© Monika Kupka "die umweltberatung"

G´sund kochen und dabei noch das Klima schützen? Ganz einfach: Fleisch durch Bohnen ersetzen und die Klimabilanz stimmt. Gesucht werden die besten Rezepte mit Hülsenfrüchten, klimafreundlich nach den "natürlich gut Teller"-Kriterien ge-kocht. Der „natürlich gut Teller“ ist ein Projekt der Wiener Umwelt-schutzabteilung – MA 22 im Rahmen des Programms „ÖkoKauf Wien“. Die prä-mierten Rezepte werden den Gästen des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser serviert. Einsendeschluss ist am 25. Oktober 2016.


Die Umwelt wird bei der Verpflegung in der Stadt Wien großgeschrieben. Ökologi-sche Kri-terien wie im Projekt „natürlich gut Teller“ garantieren eine gesunde und klimaschonende Kost. „Bei der Produktion der gleichen Menge an tierischem Ei-weiß entsteht bis zu 27 mal mehr schädliches Kohlendioxid – ein guter Grund, mehr Hülsenfrüchte auf den Speiseplan zu setzen!“ sagt Dr.in Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin der Wiener Umwelt-schutzabteilung – MA 22.


Wanted: Die besten Rezepte mit Hülsenfrüchten


Mit Hülsenfrüchten lässt sich die Klimabilanz der Speisen deutlich verbessern, deshalb wur-de der Rezeptwettbewerb „Nicht nur die Bohne“ gestartet. Gefragt sind Rezepte mit ge-nauen Mengenangaben, detaillierter Beschreibung und appetitli-chem Foto. Die Rezepte, die beim Wettbewerb „Nicht nur die Bohne“ eingereicht werden, sollen den ökologischen Kriterien des "natürlich gut Teller", der von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 im Rahmen des Programms „ÖkoKauf Wien“ bereits vor 6 Jahren entwickelt wurde, entspre-chen. „Der Kriterienkatalog für „natürlich gut Teller“-Gerichte ist einerseits klimafreundlich, andererseits auch auf das Tierwohl abgestimmt. Bei tierischen Produkten wie Fleisch ist Bio ein MUSS, mit der Suche nach den besten Hülsenfrüchtenrezepten sollen vermehrt pflanzliche Alternativen zum Fleisch angeboten werden“, erklärt Dr.in Karin Büchl-Krammerstätter.

Die Kriterien

Die Rezepte müssen Bohnen, Erbsen, Kichererbsen oder Linsen enthalten und

  • müssen den Kriterien des "natürlich gut Teller" entsprechen.
  • sollen möglichst aus regionalen Zutaten sein.
  • dürfen höchstens 90 g Fleisch pro Portion enthalten.
  • dürfen keine Dosenware und exotischen Zutaten enthalten.
  • sollen in der Gemeinschaftsverpflegung umsetzbar sein.

Die drei besten Rezepte werden prämiert. Zu gewinnen gibt es ein Profimesserset und Profimesser von F. DICK, Gutscheine des Restaurants Eugenio im Hotel Savoyen Hotel Savoyen Vienna ****S und feinste Gewürzmischungen der Firma Sonnentor.

Superfood Hülsenfrüchte

„Linsen, Bohnen & Co. sind Superfood: reich an Eiweiß und Eisen sind sie eine gute Fleischalternative und ihr Vitamingehalt lässt sich mit Gemüse vergleichen. Um Linsen und Bohnen auf dem Speiseplan prominent zu machen, sucht "die umweltberatung" die besten Hülsenfrüchterezepte“, sagt Mag.a Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Projekt „natürlich gut Teller“

Seit 2010 werden im Projekt "natürlich gut Teller" ökologisch optimierte Speisen im Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, dem Therapiezentrum Ybbs, der HLW 19, Tommi Hirsch Catering und in den Häusern des Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser angeboten.

Information

Der Wettbewerb „Nicht nur die Bohne“ läuft bis 25. 10. 2016. Die Wettbewerbskriterien sind auf www.umweltberatung.at/natuerlichgutTeller-Wettbewerb zu finden. Teilnahmebe-richtigt sind ProfiköchInnen und leidenschaftliche HobbyköchInnen.
Köstliche Rezepte für Gerichte aus der traditionellen österreichischen und internationalen Küche bietet "die umweltberatung" auf www.umweltberatung.at/rezepte. Im Lebensmittel-lexikon sind umfassende Informationen über verschiedene Hülsenfrüchte zu finden: www.umweltberatung.at/lebensmittel-lexikon
Beratung zur ökologischen Ernährung bei "die umweltberatung" unter Tel. 01 803 32 32.

„Nachhaltige Entwicklung beginnt auch am Teller! Die Lebensmittelproduktion und der Transport verursachen viel an CO2, daher ist es dem Ökosozialen Forum besonders wichtig, regionale, biologische und saisonale Lebensmittel zu verwenden, den Lebensmittelabfall zu reduzieren und Fleisch hin und wieder durch hochwertiges Eiweiß aus Hülsenfrüchten zu ergänzen oder ganz zu ersetzen. Mit dem Kooperationsprojekt „Linsen, Bohnen & Co“ geben wir einen wertvollen Impuls für die Verwendung dieser großartigen Nahrungsquelle“, betont DI Hans Sailer, Präsident des Ökosozialen Forums Wien.

Anbaufläche in Österreich nimmt zu

Dem Trend folgend hat sich die Anbaufläche von Hülsenfrüchten in Österreich in den vergangenen Jahren vervielfacht. „Gerade im biologischen Ackerbau sind Leguminosen, also Hülsenfrüchte, ein unverzichtbares Glied in der Fruchtfolge. Sie können in Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft binden und im Boden für nachfolgende Kulturen bereitstellen. Das hilft den Nährstoffkreislauf geschlossen zu halten und schont unser Klima“, weiß DI Josef Schenkenfelder, Lebensmitteltechnologe und Agrarwissenschafter von "die umweltberatung" Wien.

Linsen und Getreide – ein unschlagbares Paar

Traditionell kommen in Österreich Linsen mit Knödeln auf den Teller. Eine gute Kombination, denn unser Körper verwertet das Eiweiß aus Hülsenfrüchten besser, wenn wir sie zusammen mit Getreideprodukten essen. Dank der einfachen Zubereitung eignen sich insbesondere geschälte Hülsenfrüchte für die schnelle Küche.

Rezept für Hummus-Aufstrich

150 g Kichererbsen über Nacht einweichen, am nächsten Tag in gesalzenem Wasser bissfest kochen, abseihen und mit 1 El Olivenöl, 1 El Sesam und 6 El Tahin (Sesampaste) fein pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und mit gehackter Petersilie garnieren.

Nicht nur die Bohne: Verkostung an Infoständen

„Schmecken die Calypsobohne und die Wachtelbohne anders?“ „Welche Linsenarten kennen Sie?“ Viele Facts über die Vielfalt der Hülsenfrüchte zeigt "die umweltberatung" in Kooperation mit dem Ökosozialen Forum an Infoständen bei Veranstaltungen in Wien. Informationen zu den Veranstaltungen unter www.umweltberatung.at/kalender.

Weitere Informationen

DIin Sabine Seidl
"die umweltberatung" Wien

Telefon 01 803 32 32-72
Mobil 0699 189 174 65
E-Mail sabine.seidl@umweltberatung.at
Website www.umweltberatung.at

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.