Schuhe abputzen statt Putzfimmel

"die umweltberatung" gibt Tipps zur Vorbeugung gegen Verschmutzung und zur Fußbodenreinigung. Medieninformation "die umweltberatung" Wien, 27. November 2015

Fußabstreifer und Schuhe
© michaela knieli "die umweltberatung"

Der Weihnachtsputz kann uns ganz schön ins Schwitzen bringen. Wer weniger Zeit mit Reinigung verbringen möchte, beugt am besten vor: Fußabstreifer fangen viel Schmutz schon vor der Wohnungstür ab. Und die Schuhe im Eingangsbereich aus- und anziehen spart auch viel Reinigungsarbeit. Viele weitere Tipps um den Chemikalieneinsatz zu verringern, bietet die Broschüre „Chemie im Haushalt“.

Zuhause die Straßenschuhe zu tragen, ist unhygienisch und verursacht unnötig viel Arbeit. „Am wenigsten Arbeit macht der Schmutz, der gar nicht erst bei der Tür reinkommt. Wer die Straßenschuhe beim Eingang stehen lässt, muss weniger oft staubsaugen und aufwaschen. Neben der Arbeitsersparnis bedeutet das auch weniger Verbrauch von Strom und Reinigungsmitteln“, sagt DI (FH) Harald Brugger MSc, Ökotoxikologe von "die umweltberatung".

Vorsicht vor dem Stempelkisseneffekt

Damit ein Fußabstreifer vor der Tür den Schmutz auch wirklich gut aufnimmt, muss er ab und zu draußen ausgeklopft und - falls möglich - auch gewaschen werden. Denn ein sehr schmutziger Fußabstreifer ist kontraproduktiv: Nach dem Draufsteigen sind die Schuhe schmutziger als vorher und hinterlassen im Eingang Spuren – das wird Stempelkisseneffekt genannt.

Nein, kein Extraschuss dazu weil Weihnachten ist …

Die Türmatte kann das Reinigen des Bodens nicht ganz ersetzen – regelmäßiges Staubsaugen ist angesagt. Für noch gründlichere Reinigung reicht bei glatten Böden meist das Aufwischen mit einem nebelfeuchten Tuch oder Mikrofaserwischmopp. Reinigungsmittel ist nur manchmal bei starker Verschmutzung, zum Beispiel in der Küche, nötig. Auch wenn es zu Weihnachten besonders sauber sein soll, ist es sinnlos, die Dosis des Reinigungsmittels zu erhöhen. „Sauberer als sauber wird‘ s nicht. Eine überhöhte Dosis bewirkt nicht mehr Reinigungskraft, ist aber teurer und belastet das Abwasser stärker“, nennt Harald Brugger die Gründe gegen eine Überdosierung.

Für die intensive Reinigung von Spannteppichen kann in großen zeitlichen Abständen ein Sprühextraktionsgerät ausgeborgt werden, das in einem Arbeitsgang die Reinigungslösung aufsprüht und absaugt. Je nach Verschmutzungsgrad reicht der Einsatz dieses Gerätes einmal jährlich oder alle paar Jahre.

Weitere Informationen

DIin Sabine Seidl
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"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.