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Fleischkonsum im Zeichen des KlimawandelsHaltung, Transport und Verarbeitung von Nutztieren verursachen Treibhausgase, die zunehmend das Klima belasten. Ein kurzer Überblick über den weltweit steigenden Fleischkonsum und seine Folgen. |
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Laut dem NEIC-Nutrition Ecology International Center hat sich der Fleischkonsum im letzten halben Jahrhundert mehr als verdoppelt. In Vergleich zu 1950 betrug der Fleischkonsum in Mitteleuropa ca. pro Kopf 25 kg. In Österreich werden heute pro Kopf im Jahr knappe 67 Kilogramm Fleisch (Schwein, Huhn, Rind) konsumiert (laut Lebensministerium). Fairerweise müßte hinzugefügt werden, dass Männer einen um 1/3 höheren Konsum als Frauen haben. Der Fleischverzehr zeigt aber auch eine grobe Nord - Süd Differenz, denn die Bewohner industrialisierter Staaten essen um 4 mal mehr Fleisch, als die Menschen in Entwicklungsländern. Die Produktion von Fleisch ist eine wichtige landwirtschaftliche Einnahmequelle und demnach auch volkswirtschaftlich von Bedeutung. Dennoch ist die Belastung des Klimas nicht unerheblich. Der Landwirtschaft ist global 14 Prozent aller Treibhausgasemissionen zuzurechnen (Angaben der EU). Hinzukommt die Problematik der Landnutzung in Staaten wie Brasilien, Argentinien oder Mexiko, wo ökologisch sensible Regionen und CO2 speichernde Regenwälder in Agrarland für die Tierhaltung und Futtermittelproduktion umgewandelt werden. In Österreich entfallen ca. 8 Prozent aller Emissionen auf den Agrarsektor (Laut Umweltbundesamt). Ein Problem bei der Entstehung von Treibhausgasen sind künstliche Düngemittel auf den Feldern, die große Mengen an Lachgas (Disticktstoffoxide) freisetzen und Lachgas belastet das Klima um 310 mal mehr als CO2. Der größte Landnutzer der Erde ist die Viehzucht, nahezu 30 Prozent der Landoberfläche und 70 Prozent des landwirtschaftlich genutzten Landes entfallen auf ihr Konto. Von der gesamten Ackerfläche dienen 33 Prozent allein der Futtermittelerzeugung. "Die FAO prognostiziert eine Zunahme der Fleischproduktion von derzeit 229 Millionen auf 465 Millionen Tonnen im Jahr 2050 und für die Milchproduktion von 580 Millionen auf 1043 Millionen Tonnen." Gerade die weltweiten Methanemissionen stammen zu 20% von der Viehhaltung. Methan ist um 20 mal schädlicher für das Klima als CO2. Eine Tierhaltung nach ökologischen Prinzipien kann dieser Tendenz entgegenwirken. Durch ökologischen Landbau und einer artgerechten Tierhaltung können viele Tonnen CO2 Emissionen reduziert werden (Pro Kopf und Jahr 21%). Letztlich wird eine Reduktion des Fleischkonsums aber für den Klimaschutz notwendig sein. Qualität statt Quantität kann dabei helfen! Artikel von World Watch Institit über Auswirkungen Fleischkonsum |