Strom aus Wasserkraft

Wie sieht die Zukunft dieser erneuerbaren Energiequelle aus?
Wasser als unerschöpfliche Energiequelle
©m.kupka "die umweltberatung"

Während man früher die mechanische Energie der Wasserräder dazu nutzte, um Mühlen anzutreiben, gewinnt man nun aus der Strömungsenergie von Flüssen und Stauseen Strom. Wenn Wasser durch Verdunstung, Wind und Regen in höhere Lagen transportiert wird, fließt es danach wieder hinab. Die Strömung treibt in Kraftwerken Wasserräder und Turbinen an, die immerhin bis zu 20 % der weltweit erzeugten elektrischen Energie erzeugen.

Die Kraft des Wasser in Form kinetischer Energie wird durch verschiedenste Kraftwerkformen gewonnen. Von Kleinwasserkraftwerken, Staudruckmaschinen, Meeresströmungs- oder Wellenkraftwerken bis zu Wasserturbinen.

Land am Strome
In Österreich gibt es ein große Anzahl von Kleinwasserkraftwerken, die jeweils bis zu 10 Megawatt Leistung erbringen. 2.400 Kleinwasserkraftwerke versorgen das öffentliche Stromnetz mit CO2-freiem Ökostrom. Sie decken damit ca. 8 % des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,5 Mio. Haushalte (= 50 % der Haushalte in Österreich) mit elektrischer Energie. Durch die Nutzung der Kleinwasserkraft können jährlich rund 3,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, die bei der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern entstehen würden.

10 % des Strombedarfs stammen von Mega-Kraftwerken
Zu den großen Anlagen zählt z.B. die Kraftwerke in Kärnten und Kaprun im Glocknermassiv. Diese decken Spitzenlasten und dienen als Speicherkraftwerke wie riesige Stromvorratsbehälter.

Spannungsfeld Wasserkraft und Ökologie
Obwohl die Energiegewinnung aus Wasserkraft ökologischer als Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerke ist, gibt es ein Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Kraftwerken. Der Bau von Kraftwerken und die Eingriffe in Flusslandschaften, z.B. durch Stauungen oder Uferbereinigungen, beeinträchtigen sensible Ökosysteme. Die Geschichte des Kraftwerks in Hainburg und die dadurch enstandenen Konflikte sind ein klassisches Lehrstück zu diesem Thema.

Modernisierung und notwendiger Energiemix
Ein wichtiges Anliegen von UmweltschützerInnen ist daher, vor dem Neubau von Kraftwerken bestehende Anlagen auf neuesten Stand zu bringen und die Leistung zu optimieren. Hier sind je Anlage Steigerungen von rund 20 % erwartbar. Das Land NÖ will mit dem Masterplan Wasserkraft ökologische Verbesserungen an bestehenden Kraftwerken forcieren. Unterstützung gibt es dafür von Bund und Land. Gefördert werden Maßnahmen wie Verbesserung der Durchgängigkeit, z. B. durch die Errichtung von Fischaufstiegshilfen, Minderung der Auswirkung von Ausleitungen, Rückstau oder Schwall sowie Restrukturierung, z.B. Ufermaßnahmen oder pendelnde Linienführung von Gewässern. Unvermeidlich erscheint es, den jährlich steigenden Strombedarf in Österreich mit Unterstützung aus anderen erneuerbaren Energieträgern wie z.B. Biogas, Windkraft, Biomasse, Solar, Geothermie usw. - abzudecken. Unumgänglich sind hier Stromsparmaßnahmen.

Weiterführende Links
Verein der Kleinwasserkraftwerke in Österreich
NÖ Masterplan zu Wasserkraft

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne persönlich

"die umweltberatung" Wien

Telefon 01 803 32 32
E-Mail service@umweltberatung.at
Website www.umweltberatung.at