Richtig Kompostieren

Damit Kompostieren gelingt, brauchen die beteiligten Mikroorganismen einen möglichst idealen Arbeitsplatz.

begrünter Komposthaufen
© Gabriela Hekele

Es gibt zahlreiche Kompostiermethoden. Jede und jeder kann sie nach den vorhandenen Bedingungen auch sehr flexibel anpassen. Wenn einmal etwas schief geht, lässt es sich relativ einfach korrigieren. Die folgenden Tipps sind dabei sehr hilfreich

Der richtige Platz

  • halbschattiger, windgeschützter Standort
  • nicht zu weit von Küche bzw. Gemüsegarten entfernt

Grundvoraussetzungen

  • Kohlenstoff-/Stickstoffverhältnis (C/N-Verhältnis) von 20-30 Teilen Kohlenstoff zu 1 Teil Stickstoff.
  • Kohlenstoffreich: trockenes, holziges Material wie Häcksel und Stroh.
  • Stickstoffreich: frische, feuchte Stoffe wie Gras, Rasenschnitt oder Gemüseabfälle (auch tierische Abfälle enthalten viel Stickstoff).
  • Richtiges C/N-Verhältnis durch die Vermischung der unterschiedlichen  organischen Materialien anstreben (feine – grobe, trockene – feuchte, leicht zersetzbare – schwer zersetzbare).
  • Auf ausreichende Luftversorgung und die passende Feuchtigkeit (nicht zu nass oder zu trocken) achten.
  • Kompostierung ist ein aerober Prozess, die daran beteiligten Organismen benötigen Luftsauerstoff.

Achtung: Luftmangel führt zu Fäulnis, Stoffe wie Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Methan werden gebildet (Geruch, Stickstoffverluste). Die Fäulnissubstanzen stören das Pflanzenwachstum.

Komosthaufen
© audaxl, fotolia

Tipps

  • Nach 6 bis 12 Monaten ist der Kompost ausgereift und riecht nach Walderde. Ob der Kompost schon verwendbar ist, verrät Ihnen der Kressetest: Kresse auf eine Schale mit Kompost säen. Nach 5-7 Tagen sollten kräftige, grüne Pflanzen gewachsen sein. Der Kompost hat seine Schärfe verloren.
  • Richtige Feuchtigkeit: Der Kompost soll sich wie ein feuchter, aber ausgedrückter Schwamm anfühlen. Tritt beim Zusammendrücken Wasser aus, ist er zu feucht. Zerfällt der Kompost nach dem Zusammendrücken sogleich, ist er zu trocken.

Dein #biogartentipp

Diese Tipps erhielten wir von HobbygärtnerInnen.

Frau Sokop

Meine Spezialmischung für einen schönen Kompost: Je 30g getrocknete Brennnesseln, Löwenzahn, Kamille, Schafgarbe und Eichenrinde gut mischen und in einem Glas aufbewahren. Vor Verwendung durchschütteln. 5 Esslöffel in 1 1/2 Liter kochendes Wasser, über Nacht ziehen lassen. Dazu kommen 50 Tropfen Baldrian und 1 EL Honig, in warmem Wasser aufgelöst. Mit einem Stab bohrt man im Kompost ca. 9 Löcher auf und gibt jeweils einen Schuss hinein. Über den Kompost und an die Seiten gibt man Urgesteinsmehl.

Hele Piltsch

Wenn es so anhaltend regnet wie in den letzten Tagen, dann ist es günstig, den Kompost mit trockenen Kartonstücken zu mischen. Die Kompostwürmer lieben Karton und der Haufen verschimmelt nicht.

Juile Selma S. Böhm

und durch das Mischen lockert man den nassen Haufen zusätzlich!

Wir freuen uns über weitere Anregungen und Diskussionsbeiträge!​ Auch Fotos sind willkommen.

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