Wie wirken Pflanzenpflegemittel?

Neben den im Handel erhältlichen Produkten können auch viele selbst gemachte Pflanzenpflegemittel zur Vorbeugung und Stärkung der Pflanzen eingesetzt werden.

Foto Jauchefässer
©g.hüfing "die umweltberatung"

Pflanzenpflegemittel wirken pflanzenstärkend

Etliche Mittel werden als dünner Schutzmantel über die Pflanze gestäubt und bilden eine Hürde für Schadinsekten, Milben und Pilzsporen. Andere regen die Pflanzen an, eine dickere Epidermis anzulegen oder Schutzstoffe in die Epidermis einzulagern. Das Eindringen von Schaderregern wie Pilzen wird dadurch erschwert. Viele Mittel wirken indirekt, indem sie die Bewurzelung der Pflanze verbessern, das Bodenleben fördern und vorhandene Nähr- und Inhaltsstoffe aktivieren und dadurch die Pflanze stärken.

Vorbeugend und wiederholt anwenden

Wiederholter Einsatz von Pflanzenpflegemitteln ist zur Vermeidung von Krankheiten und Schädlingsbefall notwendig. Die Pflegemittel versprechen insbesondere bei der Abwehr von Pilzkrankheiten Erfolg. Sollen Pflanzen schneller empfindlichen, krankheitsanfälligen Stadien entwachsen, können Pflegemittel zur Wachstumsförderung sinnvoll sein.

Praxiserfahrungen zeigen, dass ein kombinierter Einsatz von verschiedenen Stärkungsmitteln zu besserem Wachstum, zu geringeren Ausfällen und gesünderen Pflanzen verhilft.

Bei starkem Befallsdruck und anfälligen Sorten sind Pflanzenpflegemittel meist nicht wirksam.

Pflanzenjauchen

Pflanzenjauchen dienen hauptsächlich als gesundheitsstärkende Flüssigdünger.

Herstellung einer Jauche: 1 kg Pflanzen mit 10 Liter Wasser bedecken und ca. 2 Wochen vergären lassen. Die Jauche ist fertig, wenn sich die Pflanzenteile am Boden absetzen. Kann 14tägig 1:10 mit Wasser verdünnt direkt zu den Pflanzenwurzeln gegossen werden.

Verwendbare Pflanzen:

Brennnesselblätter: Jauche als Dünger und zur Förderung der Pflanzengesundheit.
Beinwellblätter: Jauche als Kalidünger.
Holunderblätter: Jauche zur Abwehr von Wühlmäusen.

Pflanzenbrühen

Pflanzenbrühen werden zur Pflanzenstärkung gegen Schädlinge und Pilzerkrankungen eingesetzt.
Herstellung der Brühe: 1 kg frische oder 15 dag getrocknete Kräuter zerkleinern, mit 10 l Wasser bedecken und über Nacht stehen lassen. Dann eine halbe Stunde schwach aufkochen lassen und abseihen. Die fertige Brühe wird 1:5 verdünnt zu den Pflanzenwurzeln gegossen oder auf die Blätter gesprüht.

Geeignete Pflanzen:

Ackerschachtelhalm: Brühe wirkt vorbeugend gegen Pilzerkrankungen.
Rainfarn: die Brühe kann durch den starken Geruch verschiedenste Schädlinge abwehren.

Diese Tipps erhielten wir von Hobbygärtnernnen

Nadja Gugganig

Wenn mal ein Kräutertee (z.B. Kamillentee) übrig geblieben ist: ab damit in den Blumentopf oder in den Garten. Das gibt den Pflanzen wieder Kraft.


Karin Lechner

Eigentlich hätte ich meine Zwetschkenbäume bezüglich Läuse mit verdünnter Brennnesseljauche gegossen. Nebeneffekt, großer Fruchtertrag! Ich gieße auch andere Obstbäume mit dieser verdünnten Brennnesseljauche und habe großen Fruchtertrag. Und keine Läuse mehr! Super auch für Holunderstrauch.

Norbert Eisner

Geheimtipp: mit Brennesseljauche

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