Tofu - ein klimatisches Leichtgewicht

Fader Tofugeschmack war gestern, mittlerweile kommt er mit Nüssen, Chili oder geräuchert auf den Tisch. Er ist kalorienarm und fast so wertvoll wie ein kleines Steak.

Gerstensalat mit Tofu
©g.wittner "die umweltberatung"

Laut österreichischem Ernährungsbericht essen ÖsterreicherInnen pro Jahr
durchschnittlich 66 kg Fleisch – das ist gut doppelt so viel, wie von ErnährungsexpertInnen
empfohlen. Eine alternative Eiweißquelle bietet die Sojabohne.

Tofu wird aus der Milch der Sojabohne hergestellt. Durch die Gerinnung der Eiweißbestandteile entsteht, ähnlich wie bei der Käseherstellung, der Tofu. Dieser schneidet im Ökoranking, egal welcher Herkunft, immer besser als Fleisch ab. Denn für die Produktion von 1 kg Tofu werden nur rund 1 kg Treibhausgase ausgestoßen. Im Vergleich dazu verursachen Geflügel und Schweinefleisch rund 3,5 kg Treibhausgase, Rindfleisch verursacht auf dem Weg der Erzeugung bis zum Handel sogar die dreizehnfache Menge gegenüber Tofu.

made in Austria?

Heimischer Tofu ist im Vergleich zu Fleisch ein 100 % regionales Produkt, denn in den letzten Jahren ist der Soja-Anbau in Österreich massiv gestiegen. Im Supermarkt oder Reformladen ist Tofu meist aus heimischem Anbau in Bioqualität erhältlich. In der heimischen, konventionellen Tiermast wird hingegen Soja aus den USA und Brasilien verfüttert.

Soja - gentechnisch verändert?

Für die Produktion von heimischem Tofu darf kein gentechnisch verändertes Soja verwendet werden. Auch diesbezüglich ist Tofu besser als Fleisch. Denn in der konventionellen österreichischen Tierhaltung ist gentechnisch manipuliertes Soja als Futtermittel erlaubt und wird auch verwendet.

Enthält hingegen Tofu gentechnisch veränderte Zutaten muss dies auf der Packung in der Zutatenliste gekennzeichnet werden. Das gilt für verpackte Lebensmittel mit Zutatenliste, aber auch für lose oder unverpackte Produkte ebenso wie für Restaurant- und Kantinenverpflegung. Vorsicht ist bei Produkten in Asia-Läden geboten hier ist die Kennzeichnung oft unzureichend oder nur schwer lesbar.

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