Untersuchung zu Handtuchspendersystemen

"die umweltberatung" Wien erstellte im Auftrag des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) eine Studie, die Verbesserungs- und Einsparungspotenziale beim Papierhandtuchverbrauch aufzeigt.

Falthandtuchspender
© j.leutgoeb, "die umweltberatung"

In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen fallen täglich große Mengen an Papierhandtüchern an. Durch die Wahl geeigneter Papierhandtuchspender in Verbindung mit ökologisch vorteilhaften Papierhandtüchern können der Ressourcenverbrauch und das Abfallaufkommen reduziert, und die ökologische Gesamtperformance verbessert werden.

Wichtiger Faktor: Funktionalität

Im Rahmen der Studie bewertete "die umweltberatung" unterschiedliche Spendersysteme für Papierhandtücher nach ökologischen, qualitativen und ökonomischen Gesichtspunkten. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Funktionalität der Spendersysteme gelegt. Denn das ökonomisch und ökologisch beste System hat in der Praxis wenig Aussicht auf Erfolg, wenn die Papierspender und das Papier unpraktisch in der Anwendung sind. Weitere wichtige Kriterien der Studie waren die Einhaltung der strengen Hygienevorschriften des KAV sowie die Abfall- und Kostenreduktion bei der Beschaffung und Entsorgung der Papierhandtücher.

Praxistest und Befragung der MitarbeiterInnen

Die Studie startete mit einer Marktanalyse der Papierspendersysteme und Handtuchtypen. Danach erfolgte eine Testphase mit unterschiedlichen Spendersystemen an zwei Standorten des KAV. Das Personal wurde vor und nach der Testphase befragt. Anhand der Analyse und der praktischen Erfahrungen bewertete "die umweltberatung" die verschiedenen Systeme und erstellte Vorschläge für Ausschreibungskriterien für den KAV.

Ergebnisse des Projekts

Aus Hygienesicht sind Papierhandtücher mit V-Falz die optimale Lösung. Einlagige Papierhandtücher sind aus Sicht der Kosten und des Ressourcenverbrauches die günstigste Variante. Papierrollenspender sind gegenüber Falthandtuchspendern sparsamer im Verbrauch, die Gesamtkosten sind jedoch höher.

Die Ergebnisse der Studie sind auch für die Beschaffung der gesamten Stadt Wien im Rahmen des Projektes „ÖkoKauf“ von Interesse. Die Studie wurde im Rahmen der Initiative "natürlich weniger Mist" der Stadt Wien durchgeführt.

Der Endbericht zum Pilotprojekt kann auf der Website der Initiative "natürlich weniger Mist" heruntergeladen werden.