Vom Beitrag der Ernährung zum Treibhauseffekt

Regionalität ist in aller Munde. Doch ist es wirklich nur der Transport unserer Lebensmittel, der die immensen Treibhausgasemissionen verursacht?

Kulturlandschaft
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Eine kurze Erklärung vorab: Die so genannten Treibhausgasemissionen im Ernährungssektor setzen sich zum größten Teil zusammen aus CO2 (Kohlendioxid), CH4 (Methan) und N20 (Lachgas).

Laut Körber & Kretschmer (2000) ist die Verteilung im Bereich Ernährung folgendermaßen:

Grafik über C02 Emissionen in der Landwirtschaft
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Landwirtschaft: 52 % (Tierproduktion 44 %, Pflanzen 8 %)
Industrie, Handwerk: 6 % Lebensmittelverarbeitung
Handel/Distribution: 13 % (Verpackung 5 %, Transport 5 %, Sonstiges 3 %)
VerbraucherInnen: 29 % (heizen, kühlen, kochen ...)

Entscheidung für BIO
Der Transport macht also „nur“ 5 % aus. Schön, hier zu sparen. Doch wie Sie sehen gibt es einen wesentlich bedeutenderen Bereich mit dem man den Treibhauseffekt reduzieren könnte: die Landwirtschaft. Mit Ihrer Entscheidung für ein Produkt aus einer bestimmten landwirtschaftlichen Produktionsform – konventionell oder biologisch – entscheiden Sie sich für oder gegen den Klimaschutz.

Wie Sie in der Grafik sehen können, sparen Biobäuerinnen und Biobauern 60 % C02-Emissionen – einfach nur dadurch, dass im Biolandbau keine chemisch-synthetischen Mineraldünger eingesetzt werden.

Saisonalität
Produkte, die in der Saison wachsen, sind klimaschonend. Optimal sind dabei regionale Lebensmittel, wenn Sie im Freiland und biologisch produziert werden. Bei Ware aus dem beheizten Glashaus verschlechtert sich die gesamte CO2-Bilanz durch den Energieverbrauch für die Beheizung.

Fleisch in Maßen statt in Massen
Einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten alle jene, die ihren Fleischkonsum reduzieren. Mit 44 % Anteil an den Treibhausemissionen, macht die Tierproduktion den weitaus größten Teil aus. Für die Erzeugung von 1 kcal in Form von tierischen Lebensmitteln werden durchschnittlich 7 kcal aus pflanzlichen Futtermitteln benötigt. Beispiel: Pro 1 kg Rindfleisch frisst ein Rind 10 kg Getreide!

Wer also ökologisch handeln möchte, entscheidet sich für Bio, für weniger Fleisch und auch für regionale Produkte aus der Saison.

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