Was steckt in verarbeiteten Bio-Produkten?

Unter welchen Voraussetzungen dürfen Lebensmittel als Bio-Produkte bezeichnet werden?

Schüsseln mit Kochzutaten und Kräuter
© BLE, Bonn/Foto: T. Stephan

Neben reinen Bio-Produkten existieren auch verarbeitete Bio-Produkte. Unter bestimmten Umständen stammen deren Zutaten nicht ausschließlich aus biologischer Landwirtschaft; nämlich dann, wenn bestimmte Zutaten nicht oder nicht in ausreichender Menge in Bioqualität verfügbar sind - wie z. B. Muskatnuss oder Maracuja (sind in einer Positivliste in der EU-Verordnung 834/2007 angeführt).

Verarbeitete Lebensmittel dürfen allerdings nur dann als Bio-Lebensmittel bezeichnet werden, wenn mindestens 95% der Zutaten aus biologischer Landwirtschaft stammen.

Zusatzstoffe – mit Maß und Ziel

Bei der Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln werden nur die absolut notwendigsten Zusatzstoffe verwendet. In der EU-Bio-Verordnung sind derzeit 47 Zusatzstoffe gelistet. Beispiel dafür sind Pökelsalz und Ascorbinsäure für die Wurstherstellung oder die Verdickungsmittel Pektin und Agar-Agar für Marmela­de. Tatsache ist, dass derzeit laut EU-Bio-Verordnung 47 Lebensmittelzusatzstoffe für Bio-Lebensmittel erlaubt sind. In der konventionellen Produktion sind es über 300 zum Teil kritische Zusatzstoffe. 47 zu 300 - das ist ein erheblicher Unterschied!

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