Wie funktioniert biologischer Pflanzenbau?

Im biologischen Landbau wird besonderer Wert auf die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit gelegt.

hügelige Ackerlandschaft
© BIO AUSTRIA/ S. Mantler

Dazu gehört unter anderem eine schonende Bodenbearbeitung organische Düngung und ausgewogene Fruchtfolgen. Mineralische Stickstoffdünger sind im Biolandbau nicht erlaubt.

Der am Betrieb anfallende Kompost und Tiermist wird im Sinne einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft auf die Ackerflächen aufgebracht, der notwendige Stickstoff durch den Anbau von Leguminosen, die mit Hilfe von symbiotischen Bakterien Luftstickstoff binden, zur Verfügung gestellt.

Welche Pflanzenschutzmaßnahmen werden im Bio-Landbau getroffen?

Auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wird verzichtet. Es wird versucht, vorbeugend einen starken Schädlingsbefall zu verhindern. Die Auswahl robuster, an den Standort angepasster Pflanzen beugt Krankheiten vor. Schädlinge werden möglichst durch Nützlinge in Schach gehalten. Diese Nützlinge werden durch verschiedene Maßnahmen aktiv gefördert.

Sollte es trotzdem zu großen Schäden durch Krankheiten und Schädlinge kommen, werden natürliche Pflanzenschutzmittel wie z.B. Brühen, Jauchen und Gesteinsmehle eingesetzt.
Aus "Unkräutern" werden in der Biolandwirtschaft "Beikräuter", Ziel ist nicht die Vernichtung von Unkräutern, sondern eine Beikrautregulierung. Das heißt: Vorbeugung durch eine durchdachte Fruchtfolge, sorgfältige Bodenbearbeitung und Nützlingsförderung. Eine Regulierung erfolgt vor allem manuell oder mit Hilfe von Maschinen.

Schonende Nutzung der Natur

Der Leitgedanke der biologischen Landwirtschaft besteht darin, höchste Lebensmittelqualität durch schonende Nutzung von Landschaft, Rohstoffen und Energie zu gewinnen. Die biologische Landwirtschaft ist eine nachhaltige Art der Landbewirtschaftung und arbeitet im Einklang mit der Natur.

Bio-Landwirtschaft in der Praxis

Oberstes Prinzip für den biologischen Landbau ist ein möglichst geschlossener natürlicher Betriebskreislauf.

vor allem durch:

• den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche mineralische Düngemittel
• die Erhaltung der Bodengesundheit und -fruchtbarkeit durch schonende Bodenbearbeitung, natürliche Düngemittel und ausgewogene Fruchtfolge
• die Förderung der natürlichen Regulationsmechanismen und Selbstheilungsprozesse in intakten Ökosystemen (z.B. Nützlingsförderung)
• den Verzicht auf den Einsatz von Gentechnik in allen Bereichen des Biolandbaus
• die tiergerechte Haltung von Nutztieren und deren Fütterung mit biologischen Futtermitteln.

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