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Abfallvermeidung leicht gemacht - Wirksame Tipps um Abfall und Geld zu sparen

Rund 500 kg Haushaltsabfall produzieren die Österreicher*innen pro Person und Jahr. Ein hohes Abfallaufkommen bedeutet einen hohen Verbrauch an wertvollen Rohstoffen. DIE UMWELTBERATUNG gibt leicht umsetzbare Tipps, wie Sie im Alltag jede Menge Abfall und die Verschwendung von Ressourcen vermeiden können.

Secondhand-Mode

Es gibt viele Möglichkeiten, um den Mistkübel weniger anzufüllen. Starten Sie gleich heute!

  1. TIPP: KAUF, WAS DU WIRKLICH BRAUCHST:
    Zuhause sammelt sich vieles an und bleibt oft ungenutzt. Etwas zu kaufen, ist verlockend und gibt oft ein schnelles Glückgefühl. Meistens hält das Glückgefühl nicht lange an, dafür häufen sich zuhause die gekauften Dinge - oft unbenutzt. Befreien Sie sich vom Konsumballast und machen Sie sich mit den Dingen glücklich, die Sie wirklich brauchen.
  2. TIPP: REPARIEREN:
    Die Lebenszeit von Smartphones, Möbeln und Kleidung mittels Reparatur verlängern.
    Eine Reparatur ist im Vergleich zum Kauf eines neuen Produktes umweltschonender, weil sie wesentlich weniger Material und Energie verbraucht. Gleichzeitig fällt weniger Abfall an, und Sie können das gewohnte, lieb gewonnene Stück noch viele Jahre weiterverwenden. Auch die gute Pflege und Revitalisierung verlängert die Lebensdauer von Gegenständen. Zum Beispiel kann so manches alte Möbelstück mit einem neuen Polsterbezug oder Anstrich noch lange Zeit Freude bereiten..
  3. TIPP: SECONDHAND STATT ALLES NEU:
    Produkte aus zweiter Hand kaufen, schont Umwelt und Geldbörsel.
    Wer das Einzigartige liebt, ist bei ReUse-Shops, Flohmärkten und Online Plattformen für Secondhandwaren gut aufgehoben. Hier gibt's hochwertige Gebrauchtwaren, günstige Angebote und ausgefallene Unikate mit Geschichte - fernab vom Einheitsbrei. Nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Verkaufen ist der Gebrauchtwarenmarkt ideal. Was man selbst nicht mehr braucht, kann für andere interessant sein: Funktionales genauso wie Antikes und Originelles. Aus Umweltsicht sind Gebrauchtwaren ein absolutes Vorzeigebeispiel für Abfallvermeidung und Ressourcenschonung.
  4. TIPP: TAUSCHEN, TEILEN UND MIETEN:
    Nicht alles besitzen, sondern gemeinschaftlich nutzen!
    10.000 Dinge besitzt ein Mensch in Europa durchschnittlich und im Alltag wird nur ein kleiner Bruchteil davon verwendet. Wozu also alles besitzen, wenn man es gar nicht oft benötigt? Gemeinschaftliche Nutzung von Gegenständen schont die Umwelt, spart Geld, schafft Platz und bietet die Möglichkeit, neue Dinge auszuprobieren. Ob Schokobrunnen, Zelt, Bohrmaschine oder Babystrampler – all diese kurzzeitig verwendeten Dinge können Sie in Leihläden ausborgen oder von Freund*innen ausleihen!
  5. TIPP: LEITUNGSWASSER:
    Das Wasser aus der Leitung ist ein erfrischender, unverpackter Genuss.
    Leitungswasser trinken ist gesund, umweltfreundlich und kostengünstig: Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Es kostet nicht viel und steht in Österreich großteils in ausgezeichneter Qualität zur Verfügung. Leitungswasser ist also der ideale Durstlöscher und spart auch Arbeit und Abfälle: Es müssen weder Getränkeflaschen nach Hause geschleppt noch entsorgt werden.
  6. TIPP: MEHRWEGFLASCHEN:
    Säfte, Milch und Bier in regionalen Mehrweg-Glasflaschen sparen Müll.
    Getränke in wiederbefüllbaren Flaschen leisten einen großen Beitrag zur Abfallreduktion. Mehrwegflaschen werden gegen Rückerstattung des Pfandeinsatzes im Geschäft zurückgegeben, anschließend gewaschen und wiederbefüllt. Mehrwegflaschen reduzieren die Abfallmengen deutlich und haben allgemein eine gute Ökobilanz. Besonders gut ist die Ökobilanz bei regionalen Mehrweggetränken, weil sie nicht weit transportiert werden müssen. Dosen und Einweg-Glasflaschen sind aufgrund des hohen Energieverbrauchs bei der Erzeugung aus Umweltsicht nicht zu empfehlen.
  7. TIPP MEHRWEG FÜR UNTERWEGS:
    Trinkflasche, Stoffsackerl und Jausenbox sparen beim Einkauf Plastikmüll.
    Für den abfallarmen Alltag sind Sie mit einer Trinkflasche, einem Stoffsackerl und einer Jausenbox bestens ausgestattet: Die Trinkflasche kann mit Leitungswasser befüllt werden, das Stoffsackerl ist für den Transport spontaner Einkäufe jederzeit einsatzbereit und in der Jausenbox können Sie Reste, z. B. vom Mittagessen im Restaurant, gut aufbewahren und später verspeisen. Kaffeeliebhaber*innen empfehlen wir außerdem, einen wiederverwendbaren Coffee to go-Becher einzupacken oder ein Pfandbecher-System zu nutzen. Mit diesen Utensilien kommen Sie müllfrei durch den Tag.
  8. TIPP: EINKAUFSZETTEL:
    Statt spontan und hungrig lieber gut geplant und gestärkt einkaufen gehen.
    Ein großer Teil der Haushaltsabfälle besteht aus weggeworfenen Lebensmitteln. Essen landet oft sogar originalverpackt im Müll, obwohl es noch genießbar wäre. Neue Lebensstile bringen es mit sich, dass unregelmäßiger gekocht wird. Häufig kommt eine ungeplante Mahlzeit außer Haus dazwischen, obwohl der Kühlschrank voll ist. Schauen Sie vor dem Einkauf Ihre Lebensmittelvorräte durch, überlegen Sie, wie Sie die vorhandenen Produkte verarbeiten können und notieren Sie die benötigten Lebensmittel. Ein gut durchdachter Einkaufszettel auf Papier oder am Smartphone spart meist mehr Geld als die günstigsten Sonderangebote.
  9. TIPP: WERBUNG ABBESTELLEN:
    Mit einem Pickerl am Briefkasten unerwünschten Postsendungen vorbeugen.
    Ohne großen Aufwand und mit nur einem Aufkleber können Sie beachtliche Mengen an Altpapier einsparen - bis zu 100 kg Werbematerial erhält ein Haushalt pro Jahr. Wenn Sie sich nicht länger über einen vollen Briefkasten ärgern möchten, können Sie unerwünschtes Werbematerial ganz einfach mit einem „Bitte kein unadressiertes Werbematerial“-Aufkleber abbestellen. Den Sticker zum Selbstausdrucken oder Aufkleben finden Sie im Webshop von DIE UMWELTBERATUNG. Bestellen oder ausdrucken, aufkleben, Abfall sparen!
  10. TIPP: STOFFWINDELN:
    Mit modernen Stoffwindeln pro Baby bis zu 1 Tonne Müll sparen.
    Moderne Mehrwegwickelsysteme vermeiden Müll und Kosten: bis zu 1 Tonne Windelmüll fallen in den ersten Jahren pro Kind an. Alternativen sind moderne Mehrwegwickelsysteme. Sie sind praktisch, kostengünstig und in vielen bunten und schönen Designs erhältlich. Statt in den Mistkübel wandern die Stoffwindeln in die Waschmaschine: Waschen Sie die Windeln am besten mit 60°C, nicht mit 90°C. Verwenden Sie keinen Trockner, sondern lassen Sie die Windeln an der frischen Luft trocknen. In Wien werden Stoffwindeln übrigens mit dem Wiener Windelgutschein gefördert!
  11. TIPP: ABFALLFREIES BADEZIMMER:
    Feste Seife spart unnötige Plastikflaschen ein.
    Mit ein paar kleinen Tricks sparen Sie auch im Badezimmer Abfall. Für Haut und Haar können Sie feste Seifen verwenden, statt unnötigen Abfall mit Duschgel und Shampoo aus der Plastikflasche zu produzieren. Für das Rasieren gibt es langlebige Rasierhobel aus Edelstahl mit tauschbarer Klinge oder nachschärfbare Rasiermesser als Alternative zu Wegwerfrasierern. Und auch während der Regelblutung muss nicht auf Wegwerfprodukte zurückgegriffen werden. Mit waschbarer und aufnahmestarker Menstruationsunterwäsche und -tassen sowie Stoffbinden können von Start bis Ende des menstruationsfähigen Alters bis zu 17.000 Tampons und Binden eingespart werden.

Wasserkrug mit Glas

Daten und Fakten

LEITUNGSWASSER STATT PLASTIKFLASCHEN

Der Vergleich von 100 Litern Leitungswasser mit 100 Litern Mineralwasser in 1,5 l Kunststoff-Einwegflaschen zeigt, dass Leitungswasser beim Sparen hilft:
• 27 kWh Strom bei der Erzeugung
• 26 Liter Wasser bei der Produktion
• 2,5 kg Rohöl-Äquivalente bei der Produktion
• 2,2 kg Abfall bei der Entsorgung
•Zeit und Wege für Besorgungen
•Kostenersparnis: ca. € 50,-

MEHRWEG-GLASFLASCHEN STATT ALUDOSE

Mehrwegflaschen schützen das Klima: So verursacht beispielsweise eine Million Liter Bier in Aluminiumdosen rund 230 Tonnen CO2, wogegen bei derselben Menge Bier in Glas-Mehrwegflaschen nur rund 87 Tonnen CO2 entstehen.

LEBENSMITTEL IN WIENER MISTKÜBELN

Wussten Sie, dass in Wien täglich eine Brotmenge weggeworfen wird, die ausreichen würde, um die Stadt Graz damit zu versorgen? Rund 70.000 Tonnen ungebrauchte Lebensmittel landen jährlich im Müll, das entspricht rund 12 % des Wiener Restmülls. Pro Einwohner*in sind das ca. 40 kg im Jahr.

REPARIEREN SCHONT RESSOURCEN

Im Lebenszyklus einer Waschmaschine wird von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung laut Ökologie Institut ca. die 28-fache Menge an Material verbraucht als die Maschine selbst wiegt – das sind 1,4 Tonnen, soviel wie ein PKW wiegt! Die Reparatur der Waschmaschine erspart also wesentlich mehr als 50 kg Abfall!

Weitere Informationen

Weitere Quellen zum Weiterlesen:

ReparaturNetzwerk Wien: www.reparaturnetzwerk.at
Initiative „natürlich weniger Mist“ der Stadt Wien: www.wenigermist.at
Stadt Wien - Wiener Wasser: www.wien.gv.at/wienwasser
Verein für Mehrwegwickelsysteme: www.verein-wiwa.at 
Plattform für Reparaturdienstleistungen: www.reparaturfuehrer.at

Wir beraten Sie gerne persönlich!

DIE UMWELTBERATUNG
+43 1 803 32 32
service@umweltberatung.at

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