www.umweltberatung.at

Checkliste: Täglich den Boden schützen

Fruchtbarer Boden ist die Basis unseres Lebens, denn ohne ihn gibt’s keine Lebensmittel. Ein sorgsamer Umgang mit dem Boden sichert unsere Ernährung für die Zukunft. Die Checkliste gibt einen Überblick, wie jede und jeder im Alltag den Boden schützen kann.

Biokarotten in der Hand

Den Boden zu schützen ist viel einfacher als gedacht. Unsere Ernährung bietet viele Ansatzpunkte zum Bodenschutz. Bio, wenig Fleisch und kein Palmöl – das sind die Zutaten für das Bodenschutzmenü!

Checkliste fürs Bodenschutzmenü

  1. Bio, regional und fair einkaufen
  2. Finger weg von Palmöl-Produkten
  3. weniger Fleisch am Teller
  4. Lebensmittelreste verwerten statt wegschmeißen

Biologische Lebensmittel genießen

Biologische Landwirtschaft bedeutet, dass die Lebensmittel unter ökologischen Richtlinien und kontrolliert angebaut und verarbeitet werden. Chemisch-synthetische Pestizide, wie z.B. Glyphosat sind in der biologischen Landwirtschaft verboten. Laut einer Studie der BOKU Wien beeinträchtigt der Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, das unter dem Produktnamen Round up bekannt ist, die Aktivität und Fortpflanzung von Regenwürmern gravierend. Doch Regenwürmer sind für eine Durchlüftung und Lockerung der Böden sehr wichtig. In der Biolandwirtschaft ist Glyphosat absolut verboten.

Zusätzlich ist die schonende Bodenbearbeitung in der Biolandwirtschaft Standard, zum Beispiel eine ausgeklügelte Fruchtfolge der Pflanzenkulturen, Gründüngung im Herbst und Maschinen, die den Boden nicht umackern und Bodenschichten durchmischen, sondern sie nur gut durchlüften. Schonende Bodenbearbeitung führt zu mehr Humus und weniger Erosion.
Gute Einkaufsmöglichkeiten für Biolebensmittel sind z.B. Biokistl, Foodcoop Einkaufsgemeinschaften oder CSA landwirtschaftliche Betriebe.

Regional erzeugte Lebensmittel kaufen

Lebensmittel aus der Region legen nur kurze Transportstrecken zurück. Der Druck neue Straßen zu bauen, sinkt dadurch. Und das ist dringend notwendig, denn täglich werden in Österreich rund 20 Hektar (!) mit neuen Straßen, Häusern, Parkplätzen und Hallen verbaut. Das entspricht etwa der Fläche eines durchschnittlichen Bauernhofes.

Lebensmittel und Textilien aus fairem Handel bevorzugen

Egal ob Kaffee, Tee, Schokolade oder Baumwolle: Das FAIRTRADE Zeichen gibt die Sicherheit, dass die Kleinbauerfamilien unter fairen Bedingungen bezahlt werden. Was bringt Fairtrade für den Boden? In vielen Regionen ist Landgrabbing ein ernstes Problem: Gerade Kleinbauernfamilien werden zunehmend von ihren Äckern vertrieben, damit die Flächen für intensive Lebensmittelproduktion für den Export genützt werden können. FAIRTRADE sichert den bäuerlichen Familien ihr Grundeinkommen und schützt den Boden vor dem Verkauf an Finanzinvestoren.
Einkaufsmöglichkeiten für ökologische und faire Textilien

Palmöl-Produkte vermeiden

Palmöl steckt in Biodiesel, Waschmittel oder Gesichtscreme. Der Großteil des Palmöls landet jedoch auf unseren Tellern, es ist im Knuspermüsli genauso drin wie in Knabberstangerln. Um die große Nachfrage an Palmöl decken zu können, werden riesige Flächen an Regenwald brandgerodet, mit Ölpalmen in Monokultur bepflanzt und damit unwiederbringlich zerstört. Wer die Böden des Regenwalds schützen möchte, sollte die Zutatenliste von Lebensmitteln auf Palmöl überprüfen. Eine Liste, welche Lebensmittel meist Palmöl enthalten, ist auf www.umweltberatung.at/checkliste-da-steckt-meist-palmoel-drin zu finden.

Weniger Fleisch am Teller

Bei der Produktion von tierischen Lebensmitteln werden enorme Flächen für Futtermittel, benötigt. So braucht zum Beispiel die Erzeugung von 1.000 kcal Rindfleisch über 30 m² Fläche, die Erzeugung von 1.000 kcal Gemüse nur 1,5 m² - das ist also der 20-fache Flächenbedarf! Ständig werden neue Ackerflächen für den Anbau von Futtermitteln, vor allem Soja, für den weltweit wachsenden Fleischkonsum gesucht. Rezepte, Tricks und Tipps gibt es bei der Kampagne "Fleisch ist uns nicht wurscht!"

Kochen statt wegschmeißen!

Je weniger Lebensmittel weggeworfen werden, desto weniger müssen produziert werden und desto geringer sind die dafür benötigten Bodenflächen. Gute Planung und kreatives Kochen mit Restln reduzieren die Lebensmittelabfallberge und damit den Flächenverbrauch. Außerdem erspart sich jeder Haushalt bis zu 300 Euro jährlich für weggeworfene Lebensmittel. Wir alle können dazu beitragen, dass natürliche Böden und fruchtbares Ackerland erhalten bleiben.

Weitere Informationen zum Boden und zur Bodenbearbeitung im Garten www.umweltberatung.at/boden

Information der AGES: Boden in Haus und Garten

Wir beraten Sie gerne persönlich!

DIE UMWELTBERATUNG
+43 1 803 32 32
service@umweltberatung.at

Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden. Mehr Informationen