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Den Gartenhelfern eine Chance geben!

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG rät von Laubsaugern ab und empfiehlt Laubhaufen zum Schutz der Tiere. 13. November 2020

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Kleiner Totholzhaufen im Garten

Im Herbst macht sich die Natur bereit für die Winterruhe. Pflanzen vertrocknen, Bäume und Sträucher werfen ihr Laub ab - der Garten geht in den Ruhemodus. Jetzt ist es Zeit für die letzten Gartenarbeiten des Jahres und damit den tierischen Gartenhelfern einen guten Start in den kalten Winter zu ermöglichen. DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps fürs tierfreundliche Garteln.

Laub rechen und Blumenzwiebeln, Bäume und Sträuchern für das kommende Jahr setzen, ist derzeit im Garten angesagt. „Pflanzen Sie verschiedene Blühstauden für die Insektenwelt, aber bitte räumen Sie im Garten nicht zu viel auf! Die Tiere sind dankbar für Laubhaufen oder trockene Pflanzenstängel!“ appelliert Mag.a Sophie Jäger-Katzmann, Gartenexpertin von DIE UMWELTBERATUNG.

Igel und Molche lieben Laub- und Asthaufen

Laub, Totholz und Stauden sind wichtige Winterquartiere für und Igel und Amphibien. In den Stängeln verblühter Stauden finden Insekten Verstecke, um die kalte Jahreszeit zu überdauern. Unter nackter Erde ist außerdem das Bodenleben ungeschützt der Kälte ausgeliefert, daher abgeräumte Gemüsebeete mit Laub oder Reisig abdecken und im Blumenbeet die verblühten Stauden stehen lassen!

Mit Höchstgeschwindigkeit in den Tod

Laubsauger und Laubbläser sollen den Garten im Herbst besonders sauber machen, bringen aber vielen Tieren den Tod. Sie saugen oder blasen mit Geschwindigkeiten von bis zu 400km/h Insekten und andere wichtige Tiere gemeinsam mit dem Laub weg. Bei trockenem Wetter wirbeln sie viel Staub auf und sind extrem laut – bis zu 150 Dezibel. Daher sind Laubbläser in manchen Städten sogar verboten. Besser ist es, einen Rechen in die Hand zu nehmen, dabei wird das Laub nicht völlig entfernt und Bodentiere werden geschont. Ein Laubhaufen in einer Ecke des Gartens und Laub unter Hecken und Bäumen bieten Kleinsäugern, Amphibien und Insekten willkommene Winterquartiere.

Verletzungsgefahr für Gartenhelfer

Rasenmähroboter erledigen bequem das Mähen im Garten, oftmals während die Gartenbesitzer*innen schlafen. Sie fahren selbstständig durch die Wiese und machen auch vor kleinen Hindernissen nicht halt. Leider werden so Igel, Kröten und andere nachtaktive Tiere immer wieder Opfer von diesen „Gartenhelfern“. Die scharfen Messer des Roboters verletzen die Tiere schwer oder töten sie sogar. Das bestätigen Igelauffangstationen, wo die Zahl der solcherart verletzten Tiere parallel zu den Verkaufszahlen der Mähroboter angestiegen ist (Quelle: LBV Bayern). Daher ist es besser, den Rasenmäher selbst zu steuern und beim Mähen Stellen auszulassen, wo Tiere Unterschlupf und Nahrung finden. Vom Mähroboter als Weihnachtsgeschenk rät DIE UMWELTBERATUNG deshalb ab.

Weitere Informationen

Die Poster „Nützlinge im Garten“, „Lebensraum Hecken“ und „Bunte Bienenweiden“ bietet DIE UMWELTBERATUNG zum kostenlosen Download und zur Bestellung gegen Versandkosten auf www.umweltberatung.at/shop.

Produkte mit dem „biologisch gärtnern“-Gütesiegel sind auf www.biologisch-gaertnern.at zu finden.

Individuelle Beratung zum Gärtnern mit der Natur an der Hotline von DIE UMWELTBERATUNG: Tel. 01 803 32 32

Sabine Seidl
Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
DIE UMWELTBERATUNG

Telefon: 01 803 32 32 - 72
mobil: 0699 189 174 65
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