Die Schmetterlinge flattern lassen

Medieninformation: DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zur Förderung von Schmetterlingen am Fensterbrett, Balkon und im Garten. 11. Mai 2021

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Schmetterling auf Origanumblüte

Schmetterlinge sind Sympathieträger. Sie bereiten Freude, wenn sie im Garten oder beim Blumenkisterl vorbeischauen. Um Schmetterlinge anzulocken, gilt die Devise „weniger ist mehr“: Weniger Mähen, weniger Aufräumen und vor allem weniger Einsatz von Chemie, dazu noch die richtigen Futterpflanzen und schon sind die bunten Gaukler da. Im Poster „Schmetterlinge – Zauber der Natur“ gibt DIE UMWELTBERATUNG Tipps für schmetterlingsfreundliche Gärten und Balkone und stellt die bunte Vielfalt der Schmetterlinge vor – vom Dickkopffalter bis zum Russischen Bären: www.umweltberatung.at/schmetterlingsposter

Schmetterlinge sind neben den Bienen wichtige Pflanzenbestäuber. Sie wecken viele positive Assoziationen, stehen für den Sommer, die Freiheit und auch für Veränderung. Durch die Metamorphose wird aus der Raupe zuerst eine Puppe und danach der bunte Schmetterling. In Österreich gibt es etwa 4.000 Schmetterlingsarten, davon gehört der Großteil zu den Nachtfaltern. Mehr als die Hälfte aller Arten ist gefährdet. „Schmetterlinge brauchen in allen Lebensstadien Schutz und Förderung. Große Pflanzenvielfalt und biologisches Gärtnern ohne chemische Keule sorgen für Lebensräume und faszinierende Schmetterlingsbeobachtungen“, weiß Mag.a Sophie Jäger Katzmann, Gartenexpertin bei DIE UMWELTBERATUNG aus eigener Erfahrung.

Die Raupe Nimmersatt ist heikel beim Fressen

Schmetterlinge selbst leben oft nur sehr kurz, gerade mal für die Fortpflanzung, hingegen dauert das Raupen- oder Puppenstadium viel länger an. Wer mehr Schmetterlinge will, muss auch die Raupen schützen. Leider ist es nicht so wie im Kinderbuch „Die kleine Raupe Nimmersatt“, dass die Raupe alles frisst, das sie findet. Viele Raupen sind auf ganz bestimmte Pflanzen angewiesen.

Schlehe, Brombeere und Himbeere bieten den Raupen von mehreren Tag- und Nachtfaltern Nahrung. Sie sind zum Beispiel wichtige Futterpflanzen für Raupen des Segel- und Zitronenfalters. Diese Pflanzen können auch in großen Töpfen auf dem Balkon gezogen werden. Brennnesseln im Garten sind für die Raupen von über 50 Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Distelfalter und Admiral ein gefundenes Fressen.

Schmetterlingspflanzen fürs Fensterbrett

Blühende Gewürzpflanzen wie Dill, Thymian oder Lavendel sind für Schmetterlinge attraktiv und bringen zusätzlich Aroma in die Küche. Beliebt sind auch heimische Wildpflanzen, zum Beispiel Storchschnabel, Blutweiderich und Natternkopf. Kräuter und Wildpflanzen wachsen auch in Blumenkisterln, Kübeln oder Pflanzgefäßen auf der Terrasse.

Weniger mähen und düngen, nix spritzen

Wenn ein weniger genutzter Teil des Gartens nur zwei- oder dreimal im Jahr gemäht wird, können sich dort Schmetterlingsraupen und eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren entwickeln. Beim Mähen sollte deshalb abwechselnd immer nur ein Teil der Fläche gemäht werden und im anderen Teil hohes Gras stehen gelassen werden. Gebüsch, Holz- und Reisighaufen schützen vor Wind und Wetter und bieten einen sicheren Ort für die Verpuppung.

Auf einer bunten, ungedüngten Blumenwiese wächst eine Vielzahl verschiedener Blumen, Kräuter und Gräser. Dort leben bis zu 50 Schmetterlingsarten, auf eintönigen Rasenflächen hingegen höchstens drei. Der größte heimische Nachtfalter, das Wiener Nachtpfauenauge wird z.B. durch ungespritzte Obstbäume gefördert.

Beleuchtung abschalten

Gerade für die Nachfalter spielt die Beleuchtung eine große Rolle – je weniger, desto besser! Denn das Licht irritiert sie und bringt vielen Nachfaltern den Tod. Die Beleuchtung sollte nicht nach oben, sondern immer zum Boden gerichtet sein. Bewegungsmelder sorgen dafür, dass das Licht nur dann brennt, wenn es nötig ist. Möglichst wenig Beleuchtung schont sämtliche nachtaktiven Tiere und bringt den Menschen besseren Schlaf.

Weitere Informationen

Auf dem Poster „Schmetterlinge – Zauber der Natur“ sind 28 Schmetterlingsarten abgebildet - vom Admiral bis zum Waldportier. Das Poster regt zu Naturbeobachtungen und zur schmetterlingsfreundlichen Gestaltung und Pflege von Garten, Balkon und Terrasse an. Kostenloser Download und Bestellung gegen Versandkosten auf www.umweltberatung.at/schmetterlingsposter

DIE UMWELTBERATUNG gibt auch im Infoblatt „Wege zum Schmetterlingsparadies“ Tipps zur Förderung von Schmetterlingen im Garten: www.umweltberatung.at/wege-zum-schmetterlingsparadies

An der Hotline 01 803 32 32 bietet DIE UMWELTBERATUNG individuelle Beratung zum biologischen Gärtnern an.

Sabine Seidl
Sabine Seidl

DIin Sabine Seidl
DIE UMWELTBERATUNG

Telefon: 01 803 32 32 - 72
mobil: 0699 189 174 65
sabine.seidl@umweltberatung.at

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