Bei der Earth Night am Freitag, 19. September heißt es: Licht aus für eine ganze Nacht! Mitmachen können alle, los geht es ab 22 Uhr. Gemeinsam wird ein Zeichen gegen die Lichtverschmutzung gesetzt. Davon profitieren Insekten, Vögel, Fledermäuse und die menschliche Gesundheit. DIE UMWELTBERATUNG ruft zum Mitmachen auf, informiert auf www.umweltberatung.at/lichtverschmutzung und berät an der Hotline 01 803 32 32 individuell zur Lichtreduktion im Außenraum.
In der Earth Night heißt es: Licht abdrehen und den Sternenhimmel genießen! Privatpersonen können genauso mitmachen wie Unternehmen und Gemeinden. Gemeinsam machen sie auf die zunehmende Lichtverschmutzung aufmerksam und fordern das Abschalten unnötiger Lichtquellen wie Fassadenbeleuchtungen, Leuchtreklamen und Gartenbeleuchtungen in ungenutzten Bereichen. Denn: „Starke Beleuchtung kostet vielen Tieren das Leben, anderen Tieren zumindest den Schlaf. Auch Menschen brauchen Dunkelheit für einen funktionierenden Tag-Nacht-Rhythmus“, erklärt Melanie Frauendienst, Biologin von DIE UMWELTBERATUNG.
In Wien werden in der Earth Night die Effektbeleuchtungen der Donaukanalbrücken und der Otto Wagner Kirche abgedreht. Die MA 33 – Wien leuchtet hat in den vergangenen Jahren in Wien schon viele Leuchten mit LED-Lampen, die nach unten abstrahlen, ausgerüstet, um die Lichtverschmutzung zu verringern.
Der Wert dunkler Nächte
Nachtaktive Tiere brauchen dunkle Nächte. Glühwürmchen-Männchen finden die paarungsbereiten, leuchtenden Weibchen nicht, wenn die Außenbeleuchtung dazwischenfunkt. Viele Fledermäuse verlassen aufgrund künstlicher Beleuchtung später ihre Quartiere. Dadurch wird die Zeit für die Futtersuche verringert. Nachtfalter werden von Licht magisch angezogen. Sie kommen nicht mehr los, wenn sie zu einer Laterne geflogen sind, verlieren beim Flattern viel Energie und verenden oder werden zu leichter Beute.
Für tagaktive Tiere ist die Dunkelheit wichtig, um gut zu ruhen. Je bewusster mit Licht umgegangen wird, desto besser ist es für Tiere, Pflanzen und Menschen!
Optimale Beleuchtung – so geht’s:
Um das künstliche Licht langfristig zu reduzieren, empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG:
- Licht aus: Beleuchtungsdauer im Außenraum auf das notwendige Maß reduzieren. Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhren helfen dabei.
- Licht nach unten: Full-Cut-Off-Leuchten, die das Licht nur nach unten richten, sind zu empfehlen. Kugelleuchten, die ungezielt Licht in alle Richtungen abgeben, besser vermeiden.
- Bodennahe Leuchten: Leuchten möglichst tief unten zu montieren, verhindert Blendung und eine starke Streuung des Lichts.
- Warmweißes Licht: Für die Beleuchtung von Wegen und Terrassen eignen sich energiesparende, langlebige LED-Lampen mit dem Farbton „warmweiß“ (unter 3000 Kelvin). Ihr Licht zieht weniger Insekten an, da es keine UV-Anteile enthält.
Weiters empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG Leuchten mit austauschbaren LEDs. Diese sind langlebiger als solche mit fix verbauten LEDs. Denn es muss nicht die ganze Leuchte weggeschmissen werden, wenn die LEDs kaputt sind, sondern es werden einfach nur die Lampen getauscht.
Individuelle Beratung zur Beleuchtung unter 01 803 32 32
DIE UMWELTBERATUNG informiert unter www.umweltberatung.at firmenunabhängig zu nachhaltiger Beleuchtung und zu weiteren Möglichkeiten, die Umgebung für Nachtfalter, Fledermäuse und Glühwürmchen zu gestalten.
