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Earth Overshoot Day: 7 x auf kleinerem Fuß leben

Am 1. August 2018 sind die Ressourcen der Erde fürs heurige Jahr bereits aufgebraucht, das restliche Jahr betreiben wir Raubbau an der Erde. Am besten also gleich anfangen mit dem Leben auf kleinerem Fuß! Hier finden Sie 7 Anregungen dazu.

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Welterschöpfungstag wird der Earth Overshoot Day auch genannt. Ab diesem Tag übersteigen die in diesem Jahr bereits verbrauchten natürlichen Ressourcen die jährliche Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen. Das heisst also, wir verbrauchen weit mehr als die Erde uns zur Verfügung stellen kann! 2018 ist diese Grenze bereits am 1. August erreicht, und somit wieder einen Tag früher als 2017. Seit den 1970-er Jahren wandert der Tag im Kalender immer weiter vor, das berechnet das Global Footprint Network.

Der Earth Overshoot Day macht deutlich, dass unser Ressourcenverbrauch viel zu hoch ist – vor allem in den wohlhabenden Ländern wie Österreich. Es ist höchste Zeit zu überdenken, was wir wirklich brauchen und Maßnahmen zum Verkleinern des ökologischen Fußabdrucks zu setzen! Große Schritte sind dabei genauso gefragt wie kleine Maßnahmen im Alltag.

1. Ein autofreies Leben genießen

Die Mobilität macht hierzulande rund 31 % des Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushaltes aus. Es ist gut, sich zu überlegen, ob man überhaupt ein Auto braucht, und wenn ja, ob man nicht manche Autofahrt stattdessen auch umweltfreundlicher zurücklegen könnte. Wer es schafft, ganz ohne Auto auszukommen oder die Autofahrten deutlich zu reduzieren, verkleinert den ökologischen Fußabdruck deutlich, und spart sich oft auch einiges an Geld und Nerven. In Wien zum Beispiel ist das öffentliche Verkehrsnetz hervorragend ausgebaut. Durch die Kombination aus öffentlichem Verkehr, Fahrrad und Fußwegen gelingt es hier vielen Menschen sogar, ganz auf das Auto zu verzichten.

2. Wenn’s wieder kälter wird: g‘scheit heizen

In der Sommerhitze ist das schwer vorstellbar, aber die nächste Heizperiode kommt bestimmt und bietet viel Potenzial, den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Denn das Heizen macht ungefähr 50 % des Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushalts in Österreich aus. G’scheit heizen beginnt schon beim richtigen Lüften: Nicht beim gekippten Fenster rausheizen, sondern mehrmals täglich kurz und kräftig durchziehen lassen! Auch die richtige Raumtempratur macht einen großen Unterschied: nur ein Grad Celcius Raumwärme weniger erspart rund 6 % Heizenergie im Winter! Ein von Ihnen getragener Wollpullover bringt im Vergleich zu einem T-Shirt etwa 25 % Heizenergieersparnis. Außerdem muss nicht jeder Raum gleich warm beheizt werden - im Schlafzimmer kann es z.B. etwas kühler sein, um die perfekte "Wohlfühltemperatur" zu erreichen.

Informationen dazu auf www.umweltberatung.at/spartipps.

3. Flüge vermeiden

Ob beruflich oder im Urlaub: Fliegen vergrößert den ökologischen Fußabdruck deutlich. Laut Statistik des Umweltbundesamts aus dem Jahr 2016 verbraucht das Fliegen pro Personenkilometer fast 5-mal so viel Energie wie das Bahnfahren. Der Ausstoß von CO2-Äquivalenten ist laut Umweltbundesamt sogar rund 28-mal so hoch. Kürzere Flugstrecken können gut durch Zugfahrten ersetzt werden, mit vielen Vorteilen: Ein- und Ausstieg zentrumsnahe, keine lange Fahrt zum Flughafen, kurze Wartezeiten auf die Abfahrt, während der Fahrt einfach aufstehen und die Beine etwas verteten - das ist äußerst komfortabel im Vergleich zu einem Flug und tut Mensch und Natur gut!

4. Gesund essen

Auch wenn das in der Nation, in der Schnitzel und Schweinsbraten daheim sind, nicht gern gehört wird: Zuviel Fleisch ist ungesund und belastet unser Klima! ErnährungsexpertInnen empfehlen nur maximal drei Portionen Fleisch pro Woche, neun Portionen sind jedoch Realität. Die Fleischproduktion verbraucht viele wertvolle Ressourcen wie Wasser und Land und verursacht einen hohen Treibhausgas Ausstoß. Aus Getreide, saisonalem Gemüse und Hülsenfrüchten lassen sich köstliche Alternativen zaubern. Viele Rezepte dazu bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/rezepte - in der Suchmaske „vegetarisch“ oder „vegan“ anklicken.

5. Produkte lange nutzen

Kaputte Gegenstände reparieren lassen statt wegwerfen, am Secondhand-Markt einkaufen oder aus alten Dingen selbst etwas Neues basteln – das alles trägt dazu bei, dass Produkte möglichst lange genutzt werden. Die lange Nutzung schont die Ressourcen, denn die Herstellung von Neuware ist immer mit großem Einsatz von Energie und Material verbunden. Adressen von Reparaturbetrieben und Termine für Do-it-yourself-Kurse auf www.reparaturnetzwerk.at.

6. Abfall vermeiden

Kleinzeug macht in Summe viel Mist und verbraucht viele Ressourcen zur Herstellung. Auch hier gilt die Devise, Dinge länger zu nutzen statt laufend Neues zu kaufen. Schwammtücher immer wieder auswaschen statt wegschmeißen, einseitig bedrucktes Papier als Schmierpapier verwenden, mehrfach verwendbare Taschen zum Einkauf verwenden, …das sind ein paar von vielen Möglichkeiten, um im Alltag den ökologischen Fußabdruck durch kleine Schritte etwas zu verkleinern. Weitere Infos auf www.umweltberatung.at/avl.

7. Wasser aus der Leitung trinken

Im Sommer trinken wir viel und häufig werden unnötig viele Getränke in Wegwerfflaschen oder Dosen nach Hause geschleppt – dabei ist Leitungswasser der beste Durstlöscher. Es ist kalorienarm und unschlagbar billig, muss nicht abgepackt und nicht transportiert werden. Zum Spritzen gibt’s Mineralwasser in Mehrwegflaschen oder Soda aus dem eigenen Sodaautomaten. Bei abgefüllten Getränken verursachen Mehrwegflaschen aus der Region den kleinsten ökologischen Fußabdruck. Ranking der Getränkeverpackungen auf www.umweltberatung.at/gvp.

Wenn der Earth Overshoot Day weiter nach hinten im Jahr rutschen soll, heißt's Ressourcen sparen. Stoßen wir gleich mit einem Glas Leitungswasser darauf an!

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