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Energieausweis für Immobilien

Der Energieausweis macht Gebäude wärme- und energietechnisch vergleichbar. Damit kann der Heizungsverbrauch und die Kosten eingeschätzt werden.

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Der Energieausweis ist wie ein Typenschein für Gebäude. Er zeigt auf einen Blick, wieviel Heizenergie für ein Hauses oder eine Wohnung unter Normbedingungen gebraucht wird. Außerdem enthält er wichtige Informationen zur Heizungsanlage, Warmwasseraufbereitung, Gebäudehülle und Lüftung. Seit 1. Dezember 2012 gelten Regelungen, die Interessenten und Interessentinnen mehr Rechte einräumen und eine bessere Vorab-Information garantieren vor einem Kauf oder einer Anmietung.

Wann braucht man einen Energieausweis?

Bei Verkauf oder Vermietung eines Objektes muss ein Energieausweis vor Vertragsunterzeichnung dem Nutzer bzw. der Nutzerin vorgelegt werden.

Verpflichtender Energieausweis

Seit 1. Dezember 2012 ist das Energieausweisvorlagegesetz in Kraft getreten. Eine der darin enthaltenen Regelungen besagt, dass man das Recht auf eine Aushändigung des Energieausweises gerichtlich geltend machen kann bzw. auf Kosten der EigentümerInnen einen Energieausweis einholen kann. Der Energieausweis muss vor Vertragsunterzeichnung vorliegen und spätestens 14 Tage nach der Unterzeichnung als Kopie übermittelt werden. Der Energieausweis darf maximal 10 Jahre alt sein.

Heizwärmebedarf oder Gebäudeenergieeffizienz-Faktor in Inseraten

Der Heizwärmebedarf (HWB = kWh/m²a und der Gebäudeenergieeffizienz-Faktor, fGEE) muss in Inseraten angegeben werden, wenn ein Objekt online oder in Printmedien zum Kauf oder zur Miete angeboten wird. Dabei ist es ausreichend wenn nur der Heizwärmebedarf (HWB) angegeben wird. Zulässig ist die Verwendung der Abkürzungen auch ohne Maßeinheit. Bei Verstöße zum Vorlagegesetz drohen Verwaltungsstrafen bis € 1.450,-. 

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Beispiel für ein gesetzeskonformes Inserat 

Wohnhaus, 156 m2, HWB 42, fGEE 0,98, € 190.000,-.
Dieses Haus entspricht aufgrund des HWB 42 einem Niedrigenergiehaus-Standard. Der fGEE zeigt, dass die Gesamtenergieeffizienz dieses Hauses etwas besser ist als die Bauordnung vorschreibt. (fGEE < 1 = besser, fGEE > 1 = schlechter als in der Bauordnung vorgeschrieben).
Die angegebenen Werte beziehen sich auf den Heizenergiebedarf unter Normbedingungen, das sind 20°C Innenraumtemperatur. Der tatsächliche Energieverbrauch weicht um 6 % je Grad Celsius ab, wenn wärmer oder kühler als 20°C geheizt wird. Der Energieverbrauch für die Warmwasserbereitung ist extra zu berücksichtigen.

Weitere Informationen

Im Infoblatt "Energieausweis für Wohngebäude in Wien" sind die wichtigsten und aktuell gültigen Informationen rund um die Energieeffizienz von Gebäuden zusammengestellt, zum Beispiel wer einen Energieausweis ausstellen darf und für welche Gebäude weiterhin Ausnahmen bestehen.
 

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