Allgemeine Fragen zur Energieberater*innen-Ausbildung
Wie werde ich Energieberater*in?
Um Energieberater*in zu werden ist die Absolvierung des Grundkurses zur Energieberater*in Voraussetzung.
Welche Voraussetzungen braucht man für die Ausbildung zur Energieberater*in?
Für die Teilnahme am Grundkurs (A-Kurs) gibt es keine fachlichen Voraussetzungen. Der Zugang steht allen Interessent*innen offen. Die Teilnehmer*innen sollten jedoch ein gewisses technisches Grundverständnis mitbringen. Die Absolvierung des A-Kurses ist Voraussetzung für die Teilnahme am Fortgeschrittenenkurs (F-Kurs).
Was kostet eine Energieberater*innen Ausbildung?
Der Grundkurs kostet 1.190,00 (der Betrag enthält keine USt.); inkl. Unterlagen in digitaler Form und einmaliger Prüfungsgebühr. (Stand Oktober 2025)
Der Fortgeschrittenenkurs 3.490,00 Euro pro Person (der Betrag enthält keine Ust.); inkl. Unterlagen in digitaler Form und einmaliger Prüfungsgebühr. (Stand Oktober 2025)
Wie lange dauert die Ausbildung zur Energieberater*in?
Der Grundkurs umfasst 50 Lehreinheiten und schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab. Der Fortgeschrittenenkurs umfasst 300 Unterrichtseinheiten (1 UE entspricht 50 Minuten). Der A-Kurs besteht aus 6 ganztägigen Kurseinheiten. Der F-Kurs besteht aus 5 Modulen à 3 Kurstagen in einem Zeitraum von 5 Monaten.
Wo kann ich mich zur Energieberater*in ausbilden lassen?
In Wien bietet DIE UMWELTBERATUNG die Ausbildung zur Energieberater*in an. In Niederösterreich die Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (ENU). Alle weiteren Ausbildungseinrichtungen in anderen Bundesländern finden Sie auf dieser Website: arge-eba.net
Welche Förderungen gibt es für Energieausbildungen in Österreich?
Für den Grundkurs gibt es Förderungen durch beispielsweise die neue Förderschiene des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF) "Bildungskonto für Digitalisierung und Klimaschutz". Auch der AK-Bildungsgutschein kann für diese Ausbildung eingelöst werden. Der Kurs wird nach individueller Prüfung auch vom Arbeitsmarktservice (AMS) gefördert. Bitte informieren Sie uns zeitgerecht, wenn Sie eine der Förderungen in Anspruch nehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Grundkurs (A-Kurs) und Fortgeschrittenenkurs (F-Kurs)?
Der F-Kurs baut auf dem A-Kurs auf. Absolvent*innen des F-Kurses haben eine praxisorientierte Zusatzqualifikation für die im A-Kurs beschriebenen Aufgaben. Es werden im F-Kurs umfassende Energieberatungen für den mehrgeschossigen Wohnbau durchgeführt, damit Projekte aufgrund des energietechnischen Gesamtwissens koordiniert werden können.
Ist die Ausbildung auch für Quereinsteiger*innen geeignet?
Ja, die Ausbildung ist auch für Quereinsteiger*innen geeignet. Der Zugang zum Grundkurs steht allen Interessent*innen offen. Die Teilnehmer*innen sollten jedoch ein gewisses technisches Grundverständnis mitbringen. Die Absolvierung des A-Kurses ist Voraussetzung für die Teilnahme am F-Kurs.
Welche Inhalt werden in der Ausbildung vermittelt?
Die Ausbildung zum/zur Energieberater*in vermittelt umfassendes Wissen zum effizienten Einsatz von Energie. Die Teilnehmer*innen lernen im Grundkurs selbstständig Berechnungen zum Energieverbrauch von Gebäuden und zu Einsparpotenzialen für Neubau- und Gebäudesanierungen durchzuführen. Im Fortgeschrittenenkurs wird der Fokus auf Energieeffizienz, Ressourcenschonung und klimafreundliche Technologien gelegt.
Welche beruflichen Möglichkeiten habe ich nach der Ausbildung?
Energieberater*innen unterstützen durch firmenunabhängige Energieberatung beim energiesparenden Bauen, Sanieren und Wohnen. Sie beraten Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Das erworbene Wissen kann in vielen Bereichen der Baubranche sowie der Energie- und Immobilienwirtschaft angewandt werden. Energieberater*innen dürfen allerdings kein Energieberatungsprotokolle erstellen. Energieberatungsprotokolle dürfen nur von den offiziellen Energieberatungsstellen des jeweiligen Bundeslandes ausgestellt werden.
Spezifische Fragen zur Zertifizierung und Anerkennung
Was ist die ARGE-EBA und warum ist sie wichtig für die Ausbildung?
Die ARGE-EBA ist ein Verein der sich für die Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Energieberater*innen-Ausbildung in Österreich einsetzt. Mitglieder des Vereins sind die Landes-Energieberatungsstellen der neun Bundesländer Österreichs.
Wie bekomme ich eine Zertifizierung als Energieberater*in?
Nach erfolgreicher Absolvierung des A- bzw. des F-Kurses erhalten die Teilnehmer*innen ein Zeugnis.
Was ist die elektronische Liste-der Energieberater*innen der E-Control?
Die E-Control führt eine elektronische Liste mit für die Durchführung von Energieberatungen fachlich qualifizierten Personen. Um hier gelistet zu werden, ist eine Registrierung und Bekanntgabe der entsprechenden Nachweise zur Qualifikation erforderlich. Die erfolgreiche Absolvierung eines A- und F-Kurses kann für eine Listung angerechnet werden.
Fragen zum energie-führerschein
Was ist der energie-führerschein?
Der energie-führerschein ist ein Zertifikat für energiesparendes Verhalten in Beruf und Alltag. Die Inhalte werden lebendig und praxisnah vermittelt, so dass man das Erlernte leicht umsetzen kann.
Für wen ist das energie-führerschein Seminar geeignet?
Das energie-führerschein Seminar ist für Jugendliche, die sich in Ausbildung befinden (Lehrlinge und Schüler*innen) geeignet, für Personen in der Erwachsenenbildung sowie für Mitarbeiter*innen Schulung in Betrieben.
Wie werde ich energie-führerschein Coach*in?
Sie werden energie-führerschein Coach*in in dem Sie den Kurzlehrgang dazu absolvieren. Der Kurzlehrgang beinhaltet 28 Einheiten zu je 50 Minuten. Die Teilnehmer*innen bekommen technisches und didaktisches Know-how, um Jugendliche und Erwachsene für Energiethemen zu begeistern und sie auf die energie-führerschein Prüfung vorzubereiten.
Welche Kompetenzen vermittelt der energie-führerschein?
Im Seminar werden folgende Inhalte vermittelt: Ökologie und Klimawandel, Leistung und Energie, Heizung und Warmwasser, Strom, Mobilität, Energieabrechnungen, Konsum und Alltagsverhalten, Nutzer*inneverhalten und -motivation




