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Nachhaltig gärtnern - für den Klimaschutz

9 Klimatipps für nachhaltiges Gärtnern: Gartengestaltung und Gartenpflege mit klimafreundlichen Produkten

Vielfalt im Garten

Für viele Menschen ist das Gärtnern mehr als nur ein Hobby, es ist eine Leidenschaft. In Österreich boomt der Gartenbereich und auch die Nachfrage nach biologischen Gartenprodukten steigt.

1. Tipp: Gärtnern Sie ohne klimaschädliche Gase!

Pflegen Sie Ihren Garten ohne Geräte mit Verbrennungsmotoren, die CO2 ausstoßen:

  • Die klimafreundlichste und gesündeste Lösung sind Geräte, die mit menschlicher Muskelkraft betrieben werden, also Handspindelmäher, Gartenschere, Handrechen, etc.
  • Elektrogeräte sind eine weitere lärm- und schadstoffarme Alternative​. Wenn sie mit zertifiziertem Ökostrom betrieben werden, schützen sie das Klima und schonen sie die Umwelt besonders.
  • Manche Gerätemodelle verbrauchen mehr Energie als andere. Entscheiden Sie sich für energieeffiziente Rasenmäher oder Häcksler. 
  • Beleuchten Sie Ihren Garten möglichst wenig - das ist auch für die Tierwelt und für Ihren Schlaf besser. Wenn künstliches Licht nötig ist, können solarbetriebene Leuchten oder LEDs mit Timern eingesetzt werden.

2. Tipp: Bevorzugen Sie heimische Pflanzen!

Pflanzen aus regionalen Gärtnereien und Baumschulen sind an das regionale Klima angepasst. Am richtigen Standort gesetzt, sind sie robuster gegen Schädlinge und Krankheiten.

3. Tipp: Sparen Sie Wasser!

  • Wählen Sie Pflanzen, die Trockenheit aushalten. Sie wurzeln tiefer und benötigen weniger Wasser. Hier finden Sie Informationen dazu: Pflanzenauswahl
  • Mulchen verhindert das rasche Austrocknen des Bodens.
  • Sammeln Sie das Regenwasser in Wassertonnen.
  • Bewässern Sie gezielt, bodennah und morgens. Das geht zum Beispiel mit mit Tröpfchenbewässerung leicht und effizient. 

4. Tipp: Düngen Sie "ohne Erdöl" im natürlichen Kreislauf

  • Verzichten Sie auf mineralische Kunstdünger. Sie werden häufig aus Erdöl und unter großem Energieaufwand erzeugt​. 
  • Verwenden Sie Kompost: Legen Sie Ihren eigenen Komposthaufen an. Alternativ können Sie auch Kompost von der Abfallanlage Ihrer Gemeinde beziehen.
  • Biologische Dünger finden Sie in der "biologisch gärtnern"-Produktdatenbank

5. Tipp: Nutzen Sie Dach- und Fassadenflächen für Begrünung

Eine Dachbegrünung kann - je nach Aufbau - bis zu 90 % des Regenwassers speichern.

6. Tipp: Pflanzen Sie Bäume als lebendige CO2-Speicher

Bäume speichern während ihres Lebens mehr als eine Tonne Kohlenstoff und verbessern zusätzlich das lokale Klima der Wohnumgebung.

7. Tipp: Gärtnern Sie mit der Natur

Nützlinge, biologischer Pflanzenschutz und torffreie Erde sind wichtige Eckpfeiler des Naturgartens​. Ein wildes Eck fördert die Artenvielfalt.

8. Tipp: Genießen Sie Urlaub im eigenen Garten

Eine Hängematte unter einem alten Baum, ein Liegestuhl in einer Schmetterlingswiese und einfach die Seele baumeln lassen. Urlaub im eigenen Garten ist die Alternative zu Verkehrsstaus und Flügen, die Ihre Gesundheit und das Klima belasten.

9. Tipp: Bevorzugen Sie nachhaltige Gartenprodukte aus dem Fachhandel

Nachhaltige Gartenprodukte zeichnen sich durch geringen Energie-und Chemieeinsatz und faire Arbeitsbedingungen bei der Produktion aus. Schotterbelag aus Österreich statt aus einem indischen Steinbruch, in dem Kinder arbeiten, punktet ebenso wie Gartenmöbel aus langlebigem, heimischem Holz.


Zahlen, Daten, Fakten

Bäume nehmen aus der Atmosphäre das Treibhausgas CO2 auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Rangliste mit Bäumen - gegliedert nach deren CO2-Aufnahmefähigkeit

  1. Buche, Kastanie, Kirsche, Linde
  2. Eiche, Ahorn, Esche, Ulme
  3. Kiefer, Lärche
  4. Fichte, Tanne

Beispiele zum Vergleich:

  • Ein gesunder, großer Baum ist in der Lage, den Sauerstoffverbrauch von ca. 10 Personen pro Tag zu decken.
  • Eine 25 m hohe Fichte mit einem Durchmesser von 45 cm in Brusthöhe speichert rund 1.800 kg CO2. 

Weitere Informationen

Kohlenstoffspeicherung von Bäumen - Merkblatt 27 der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

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