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Gewusst wo: ökologisch wohnen

DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt gut überlegte Standortwahl als Grundlage für ökologisches Wohnen. Medieninformation DIE UMWELTBERATUNG, 3. Mai 2018

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Das energiesparendste Haus ist eine Energieschleuder, wenn es ohne Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Infrastruktur in die Landschaft gestellt wird. DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt, die Wohnortwahl gründlich zu überlegen und auf geringen Gesamtenergieverbrauch zu achten.
Energiesparendes, ökologisches Wohnen fängt bei der Wahl des Standortes an. Die Infrastruktur in der Umgebung eines Wohnplatzes ist ein wesentlicher Aspekt für den Energieverbrauch und die Lebensqualität der BewohnerInnen. „Ist der Wohnplatz gut an die Infrastruktur angebunden, so dass auf ein Auto verzichtet werden kann, lebt es sich leichter und mit bis zu 50 Prozent weniger Energieverbrauch“, erklärt DIin Doris Banner, Energieexpertin von DIE UMWELTBERATUNG.

Die Mobilität macht im Durchschnitt rund 34 Prozent des Energieverbrauchs eines österreichischen Haushalts aus. Wohnen in der Stadt oder in einem Ort mit guter Infrastruktur spart Mobilitätskosten und wiegt oft höhere Mietkosten auf. Zu Fuß in die Schule gehen, am Markt um die Ecke einkaufen und dabei Leute treffen, mit dem Rad oder den Öffis in die Arbeit fahren - das alles erleichtert den Alltag und bringt hohe Lebensqualität.

Platz sparen und vorausschauen

Nach der Standortwahl ist die Wohnfläche ausschlaggebend. Seit 1971 hat sich die durchschnittliche Wohnfläche annähernd verdoppelt und beträgt heute 44 m² pro Person. Vor allem beim Neubau geht der Trend zu immer größeren Gebäuden. Aber kleine, gut geschnittene, kompakte Grundrisse bieten oft viel Raum und reduzieren Bau- und Erhaltungskosten sowie den Energie- und Flächenverbrauch. Vor allem beim Neubau ist es wichtig, Veränderungen der Lebenssituation mitzudenken. Grundrisse sollten so gestaltet sein, dass, wenn z.B. die Kinder aus dem Hause sind, getrennte Wohneinheiten Raum für neue BewohnerInnen bieten.

Enormer Flächenverbrauch für Bauen und Verkehr

Bauentscheidungen prägen das Landschaftsbild. 2016 wurden in Österreich 54 km² verbraucht - zu je 1/3 für Wohn- und Betriebsbauten sowie Verkehrsflächen. Der Flächenverbrauch gefährdet die biologische Vielfalt und zerstört ursprüngliche Landschaft. Der Selbstversorgungsanteil Österreichs sinkt stetig, da auch fruchtbare Anbaufläche verlorengeht. Die Reduktion von Grünraum mindert die Bindung von Staub aus der Luft und verstärkt den Hitzeeffekt. Dabei stehen viele Räume leer, durch Renovierung und Umnutzung könnte der Flächenverbrauch reduziert werden.

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Sabine Seidl
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DIin Sabine Seidl
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